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Teil einer neuen NDR-Doku-Reihe Am Sonntag ist Gehrde im Fernsehen

Von Martin Schmitz | 31.12.2015, 13:00 Uhr

Das Dorf Gehrde kommt ins Fernsehen. Am Sonntag strahlt der NDR zum ersten Mal einen Dokumentarfilm aus, für den ein Kamerateam im vergangenen Jahre wochenlang in Gehrde Aufnahmen machte. Die Gehrder Dorf-Doku „Horrido im Artland“ ist Teil einer neuen Reihe von NDR-Fernsehreportagen.

Wie können ländliche Gemeinwesen überleben im Zeitalter der Landflucht und des demografischen Wandels? Antworten auf diese Frage sucht die Reihe „Heimat ist ... op’n Dörp“, berichtete Filmemacher Thilo Eckoldt aus Hamburg. Über das Jahr hat er 20 Drehtage lang die Gehrder begleitet , an ihrem Dorffest und ihrem Schützenfest teilgenommen, am Übungsabend der Feuerwehr, in vielen Interviews das Alltagsleben ausgelotet.

Als Außenstehendem fielen ihm Dinge auf, die Einheimischen häufig aus dem Blick geraten. Wieweit bilden die Spätaussiedler aus Russland eine Parallelgesellschaft? Kann das Dorf das verkraften?

Insgesamt zieht „Gehrde – Horrido im Artland“ aber ein positives Fazit , getragen von spürbarer Sympathie seiner Macher für das Dorf und seine Bewohner. Im ausgeprägten Vereinswesen etwa sieht Eckoldt eine Stärke. Die Vereine schaffen Bindung. Sie tragen bei zu einer Atmosphäre, die junge Leute dazu bringt, sich bewusst für das Dorf zu entscheiden. Viele kehren nach Lehr- und Wanderjahren zurück, und wirken daran mit, dass das artländisch geprägte Kirchdorf eine Zukunft hat. Sie lassen sich ein auf das Dorfleben und seinen Rhythmus, in dem das Schützenfest „das Highlight des Jahres“ ist, wie es in der Ankündigung der Sendung auf der NDR-Internetseite heißt.