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Sprechstunden im Rathaus Gezielte Beratung für Flüchtlinge in Bersenbrück

Von PM. | 10.12.2015, 14:46 Uhr

Das Migrationszentrum des Landkreises Osnabrück bietet Sprechstunden für alle Neuzuwanderer im Bersenbrücker Rathaus an. Agnieszka Hübers bespricht mit Migranten gezielt deren Lebenssituation und bietet konkret Hilfe an.

Da die Flüchtlinge direkt zu den Sprechstunden eingeladen werden und somit ihr Herkunftsland und die Muttersprache bekannt sind, ist jeweils auch ein Dolmetscher vor Ort, um die wichtigen Fragen zu Bildung, Schule und Arbeit direkt besprechen und übersetzen zu können, teilt die Samtgemeinde Bersenbrück mit. „Das ist eine große Erleichterung und die Gespräche sind dadurch sehr zielgerichtet und effektiv“, schildert Agnieszka Hübers ihre Erfahrungen.

Schulische Bildung bei Kindern und Jugendlichen, die Ausbildung bei jungen Erwachsenen und die Arbeitsvermittlung für Erwachsene seien langfristige Ziele dieser Gespräche. Dazu bespricht die Fachfrau mit den Neuankömmlingen deren Lebenssituationen, ihre Fähigkeiten und Wünsche, um möglichst konkrete Vorschläge und Unterstützungen anbieten zu können: etwa bei der Anerkennung von Berufsabschlüssen, der Vermittlung von Sprachkursen oder beim Kontakt zu Behörden.

Beratung auch für ehrenamtliche Helfer

Darüber hinaus berät Agnieszka Hübers auch haupt- und ehrenamtliche Akteure, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren. Im Bersenbrücker Rathaus arbeitet sie eng mit Maike Korfage zusammen, die dort mit anderen Kollegen für die Betreuung der Flüchtlinge zuständig ist. Die berichtet von den gut organisierten Sprachkursen in der Samtgemeinde. „Von Beginn an konnten wir den Flüchtlingsfamilien Sprachunterricht anbieten – dank der ehrenamtlichen Helfer – das war ein guter Start“, sagt sie.

Seit Ende November werden durch die Agentur für Arbeit qualifizierte Sprachkurse angeboten, dabei wird täglich unterrichtet – vier Monate lang. Die Teilnehmer kommen aus Bersenbrück, Ankum, Alfhausen und Gehrde. Im Familienzentrum „Am Kattenboll“ in Ankum wird außerdem ein Sprachkurs für Mütter angeboten, deren Kinder parallel betreut werden. Darüber hinaus gibt es weiterhin ehrenamtlichen Sprachunterricht, zum Teil ergänzend zu den beruflichen Interessen der Asylbewerber.

Baier: Solides Netzwerk aufgebaut

„Die Versorgung mit Sprachunterricht ist optimal in der Samtgemeinde Bersenbrück, ebenso wie die Unterbringung für Flüchtlinge“, wird Samtgemeindebürgermeister Horst Baier in der Pressemitteilung zitiert. „Mit dem Mitarbeiter-Team im Rathaus, der Unterstützung durch das Migrationszentrum des Landkreises und nicht zuletzt durch die motivierten ehrenamtlichen Helfer in der Samtgemeinde haben wir ein solides Netzwerk aufgebaut, durch das die Flüchtlinge eine gute Startbasis in ihr neues Lebensumfeld erhalten“, fügt er hinzu.