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SPD-Fraktion verlangt Akteneinsicht Streit in Riester Politik um Baubeginn in St.Katharina

Von Marcus Alwes, Marcus Alwes | 14.02.2017, 17:30 Uhr

Nach der unlängst erfolgten Inbetriebnahme der Kindertagesstätte an der Lindenallee richten sich die Blicke in Rieste nun auf den geplanten Umbau der Einrichtung St.Katharina. Doch um den Zeitplan und die Details der Baumaßnahme gibt es unter Ortspolitikern lauter werdende Diskussionen.

Es gebe „keine verbindlichen Informationen aus dem Riester Rathaus“, kritisiert der Vorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion, Christian Scholüke, in einer Presseerklärung. Seine Parteifreunde und er hätten sich bei einer Besichtigung vor Ort in St.Katharina – direkt neben der Grundschule gelegen – ein konkretes Bild machen wollen, doch einen Umbaubeginn hätten die Sozialdemokraten nicht feststellen können. „Ursprünglich gab es Informationen, dass direkt im Dezember 2016 die Arbeiten in St.Katharina – quasi mit dem Beginn der neuen Kindertagesstätte an der Lindenallee – beginnen sollen“, so Scholüke, „nun gibt es vage Informationen, wonach es erst nach den Sommerferien losgehen soll “.

Der SPD-Sprecher fragt in seiner Pressemitteilung nach den Gründen dafür. Zudem beklagt er eine mangelhafte Informationspolitik durch die Verwaltung (Paul Plottke) und den Bürgermeister (Sebastian Hüdepohl, CDU). Die Ratsmitglieder würden nicht ausreichend informiert. Auch Baupläne habe man nicht zu Gesicht bekommen.

Scholüke wies darauf hin, dass bislang genutzte Räumlichkeiten der benachbarten Grundschule den Gruppen der Kindertagesstätte nicht mehr endlos zur Verfügung stünden. Es bestehe dringender Handlungsbedarf. Man müsse in der Sache vorankommen, so Scholüke.

Bürgermeister Hüdepohl, der momentan eine mehrwöchige Reha-Maßnahme absolviert und somit in der Gemeindepolitik fehlt, hatte vor drei Wochen auf Nachfrage unserer Redaktion erläutert, das etwa 400000 bis 500000 Euro teure Umbauprojekt solle „schrittweise und weitgehend parallel zum laufenden Kindergartenbetrieb in St.Katharina“ realisiert werden. Der Architekt, die Leitung des Kindergartens, der Kirchenvorstand (Träger) und die Gemeindespitze hätten in jenen Tagen auch einen Bauzeitplan besprochen und näher ins Auge gefasst. „Bodenarbeiten und erste kleinere Bauarbeiten im Frühjahr, Größeres im Sommer. Manches wird gezielt in den Sommerferien gemacht“, hatte Hüdepohl damals gesagt.

Seine Stellvertreterin Andrea Blanke (CDU) zeigte sich von der Scholüke-Kritik überrascht. „Details nenne ich nicht. Aber, wir haben Ende Januar im Verwaltungsausschuss diesen Themenkomplex näher behandelt. Und da hat auch einer der drei SPD-Ratsherren mit am Tisch gesessen“, so Blanke. Die Sozialdemokraten seien also infomiert gewesen.

Ob die das auch so sehen? Christian Scholüke kündigte an, die SPD werde „Akteneinsicht beantragen, um sich ein komplettes Bild der Planungen zu machen.“ Zudem wolle man sich für eine zeitnahe Ratssitzung einsetzen.