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Sichtbarer Bürgerprotest BI „Gegenstrom Alfhausen“ stellt Plakate auf

Von PM. | 13.07.2016, 19:57 Uhr

Mit zwei großen Plakaten setzt die Bürgerinitiative „Gegenstrom Alfhausen“ deutlich sichtbare Zeichen gegen eine Trassenführung der geplanten 380-kV-Leitung über Alfhausener Gemeindegebiet.

An der Bundesstraße 68 und der Ankumer Straße hat die Bürgerinitiative große Transparente aufgestellt. „Stopp – Alfhausen braucht keine Stromtrasse“ ist auf ihnen in großen Buchstaben zu lesen. Damit macht die „Gegenstrom“-Initiative deutlich, dass sie gegen die Planungen ist, die 380-kV-Leitung von Conneforde nach Merzen in direkter Nähe von Alfhausen zu bauen.

Hindernis für weitere Dorfentwicklung

Nach derzeitigem Stand führen drei der fünf möglichen Trassenverläufe unmittelbar an Alfhausen vorbei. Besonders problematisch sei, dass dies die weitere Dorfentwicklung nachhaltig behindern würde, da Alfhausen bereits durch den Alfsee und bereits vorhandene Stromleitungen begrenzt wird und Flächen für Bau- und Gewerbegebiete knapp würden, kritisiert die Bürgerinitiative in einer Pressemitteilung. Abgesehen von gesundheitlichen Folgen für Bewohner in unmittelbarer Nähe dieser Trasse und der extremen Wertminderung der Immobilien dürfe die Horizontverschmutzung durch bis zu 70 Meter hohe Masten nicht unterschätzt werden. Lasse sich der Bau der Trasse nicht verhindern, fordert die BI Gegenstrom-Alfhausen Erdverkabelung und die Nutzung der neuesten zur Verfügung stehenden Technik.

„Bürger nicht ausschließen“

Auf der Suche nach dem geeigneten Stromtrassenverlauf initiierten die Netzübertragungsbetreiber Tennet und Amprion ein Dialogforum, an dem die betroffenen Kommunen und Landkreise, das niedersächsische Umweltministerium und das Amt für regionale Landesentwicklung Oldenburg teilnehmen. Bürgerinitiativen wurden nicht einbezogen. Die BI Gegenstrom-Alfhausen, die auch am Runden Tisch zur Umspannanlage Merzen teilnimmt, bedauere das sehr. Auch die Suche nach einem geeigneten Trassenverlauf sollte offen und transparent sein und die Bürger nicht ausschließen. Deshalb schließt sie sich der Forderung des Vereins „Bürger gegen 380 kV“ aus Gehrde an, die betroffenen Bürgerinitiativen beim Findungsprozess einzubeziehen und zum Dialogforum einzuladen.