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Scharfe Kritik an der CDU SPD kämpft weiter für Aufzüge am Bersenbrücker Bahnhof

02.07.2018, 19:58 Uhr

Die SPD-Fraktion im Bersenbrücker Stadtrat macht sich weiterhin für den Bau von Aufzügen am Bersenbrücker Bahnhof stark und wirft der CDU in einer Pressemitteilung Tatenlosigkeit vor.

Anlass zur Kritik der Bersenbrücker Sozialdemokraten ist eine Äußerung des Bauausschussvorsitzenden Rolf Gelinsky (CDU) in der Sitzung des Fachausschusses im April. Als sich SPD-Fraktionschef Manfred Krusche nach dem aktuellen Sachstand zum Thema Aufzüge am Bahnhof erkundigte, teilte Gelinsky mit, dass die Aufzüge Aufgabe der Deutschen Bahn seien, nicht der Stadt.

Dabei hatte sich die CDU-Stadtratsfraktion im vergangenen Jahr erstmalig für die Errichtung der beiden Aufzüge ausgesprochen, nachdem eine Evaluierung ergeben hatte, dass der Shuttleservice nicht wirklich angenommen wird. Doch der Versuch der Stadt Bersenbrück, Gelder bei der Deutschen Bahn lockerzumachen, scheiterte.

Damit will sich die SPD nicht zufriedengeben. „Die Brücke ist ein unvollendeter Torso“, betont Krusche. Seine Fraktion habe sich über die ganzen Jahre für die dringend notwendigen Aufzüge eingesetzt. Die CDU wolle die Aufzüge nach wie vor nicht ernsthaft, so Krusche. Immer wieder würden neue Ausreden – vom Vandalismus bis zum fehlenden Geld – verbreitet. Das alles geschehe sehr zum Ärger derjenigen, die auf die Benutzung der Aufzüge angewiesen seien: Menschen mit Beeinträchtigungen, Reisende mit Gepäck, Familien und auch Radtouristen.

Krasniq: Es ist ein Armutszeugnis

„Die Umsetzung der UN-Menschenrechtskonvention zur Teilhabe Behinderter gilt auch für Bersenbrück“, meint SPD-Ratsherr Besian Krasniq. Es sei ein Armutszeugnis, dass eine Stadt mit so vielen Einrichtungen der Behindertenhilfe nicht mit gutem Beispiel vorangehe. Außerdem seien die Aufzüge ein wichtiger Beitrag zur Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs.

Mit der finanziellen Unterstützung durch die Landesnahverkehrsgesellschaft ließe sich das Bauvorhaben durch die Stadt umsetzen, heißt es in der SPD-Pressemitteilung. Allerdings sei die Antragsfrist durch die Stadt bei der LNVG in diesem Jahr wieder verpasst worden. Somit würden auch in 2019 die Aufzüge nicht gebaut. Dafür trage die CDU die Verantwortung, so die SPD.