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Workshop zur Agenda 2030 Samtgemeinde Bersenbrück will nachhaltige Kommune werden

Von PM. | 24.09.2019, 09:48 Uhr

Die Samtgemeinde Bersenbrück soll eine global nachhaltige Kommune im Sinne der Agenda 2030 werden. Laut Pressemitteilung starteten Politiker, Fachleute aus der Verwaltung und weitere Interessierte ihre zukunftsorientierte Arbeit zur regionalen Umsetzung von 17 globalen Entwicklungszielen der Agenda 2030 mit einem Workshop.

Die Agenda 2030 wurde von den Vereinten Nationen bereits im September 2015 verabschiedet. Schwerpunkt ist das Engagement von Kommunen in der Entwicklungs- und Nachhaltigkeitspolitik, also flächengreifende Basisarbeit aller Menschen für ihre gemeinsame Zukunft. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung fördert diese Bewegung in Deutschland, mehr als 160 Kommunen haben sich bereits angeschlossen, 23 davon in Niedersachsen.

Vor dem Hintergrund, dass soziale, ökonomische und ökologische Belange miteinander verbunden sind, soll in der Kommune ein Handlungsprogramm entwickelt werden, mit dem die 17 globalen Entwicklungsziele der Agenda 2030 regional umgesetzt werden können. Zu diesen Zielen gehören unter anderen: keine Armut, Gesundheit und Wohlbefinden, hochwertige Bildung, Innovation und Infrastruktur, Maßnahmen zum Klimaschutz, Partnerschaften zur Erreichung der Ziele.

Die Samtgemeindeverwaltung möchte die Agenda 2030 nach eigenen Angaben auch in der Samtgemeinde umsetzen und konnte dafür Fördermittel einwerben. Wirtschaftsförderer Ewald Beelmann organisierte zu dem Thema einen Info-Workshop als Vorbereitung für politische Beschlüsse.

In dem Workshop erläuterte Michael Danner als Referent der „Servicestelle Kommunen in der einen Welt“ den Teilnehmern Bedeutung und Ziele der Agenda 2030. Diese trugen anschließend zusammen, was es schon an nachhaltigen Fakten und Leistungen gibt in der Samtgemeinde und wo noch nachgelegt und entwickelt werden muss.

„Die Ereignisse im Jahr 2019 wie zum Beispiel die Fridays-for-Future-Bewegung, die Trockenheit, die Brände in unserer Region und in Regenwäldern sowie das Waldsterben haben deutlich gemacht, dass wir auch vor Ort einen Beitrag für Nachhaltigkeit leisten müssen“, wird Samtgemeindebürgermeister Horst Baier zitiert. Die Samtgemeinde Bersenbrück könne als starke Kommune auf vielen Ebenen dazu beitragen, die Ziele der Agenda 2030 regional und überregional zu verwirklichen – davon profitierten auch die Menschen vor Ort.

Als nächster Schritt soll der Samtgemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag, 26. September, eine Musterresolution zur Agenda 2030 verabschieden, die zuvor in den politischen Gremien besprochen wurde. Dann werden in weiteren Schritten Strategien zur Erreichung der Ziele erarbeitet. Ob das gleich alle 17 Ziele sein werden oder erst mal nur einige von ihnen, was erreicht und umgesetzt werden soll und wer daran mitwirken soll – wird ebenfalls noch geklärt.

Wichtig sei das Bekenntnis, dass die Samtgemeinde als global nachhaltige Kommune die Agenda 2030 unterstützen und mittragen wolle und dass möglichst viele Menschen dies vor Ort unterstützten. pm

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