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Sternmarsch zur Messe Pfarreiengemeinschaft feierte Open-Air-Gottesdienst in Eggermühlen

Von Georg Geers | 17.09.2019, 19:05 Uhr

Am „Dreiländereck“, an den geografischen Grenzen der Mitgliedsgemeinden der Pfarreiengemeinschaft Ankum-Eggermühlen-Kettenkamp feierten Christen am Sonntag einen besonderen Gottesdienst. Auf dem Hof Marks am Linnertweg hatten sich 300 Gläubige zu einer Messe unter freiem Himmel versammelt.

An den jeweiligen Kirchen waren sie zuvor zu Fuß aufgebrochen, um in einem Sternmarsch mit Fahnenabordnungen zum Treffpunkt zu wandern. Neben der Präsentation des neuen Pfarreienlogos stellte Pastor Franke mit Eva Gutachter und Kirsten Ludwig zwei neue Mitarbeiterinnen der Pfarreiengemeinschaft vor.

Ein Lederbändchen mit drei blauen (Eggermühlen), roten (Kettenkamp) und goldenen Perlen (Ankum) hatten die Organisatoren der jeweiligen Kolpingsfamilien jedem Teilnehmer am Startort ausgehändigt. Bei der Ankunft der Wanderer beim Anwesen Marks probte bereits ein spontan zusammen gestellter Chor, der das Festhochamt begleitete. Seine Freude über die gute Teilnehmerresonanz konnte Pastor Michael Franke bei seiner Begrüßung nicht verhehlen.

Gemeinsam mit Diakon Olaf van der Zwaan und Pastor Stefan Tietje begann ein Gottesdienst, der sich anders als gewöhnlich, zu einem gemeinsamen „miteinander feiern“ entwickelte. Um diese Gemeinsamkeit bildlich zum Ausdruck zu bringen, wurden die zu Beginn erhaltenen Perlen getauscht. Ziel war es, ins Gespräch zu kommen um danach an seinem Bändchen eine Perle jeder Farbe zu besitzen.

Die Farbe der Perlen finden sich auch in dem neu gestalteten Pfarreienlogo wieder, das Pfarrsekretärin Ursula Kottmann vorstellte. Die Farbe blau für Mariä-Himmelfahrt Eggermühlen, rot für Herz-Jesu-Kettenkamp und gold für St. Nikolaus Ankum umgeben in dem Logo, quasi wie Puzzleteile, den gemeinsamen Pfarreienflügel, der als Wegbegleiter bereits seit einigen Jahren in den Mitgliedspfarreien etabliert ist. Kinder brachten Tücher in den genannten Farben als Symbol der Gemeinschaft zum Altar.

Anstelle einer Predigt stellte Pastor Franke Eva Gutachter als neue Pastoralassistentin vor. Die 26-Jährige stammt gebürtig aus Emsbüren und wird zu 50 Prozent in der Pfarreiengemeinschaft aktiv sein.

Als neue Pastorale Koordinatorin begrüßte er Kirsten Ludwig, die an diesem Tag ihre neue Arbeit aufnahm. Ludwig ist 36 Jahre alt. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Söhnen in Recke. Beide Mitarbeiterinnen wünschen sich viele persönliche Begegnungen und die Kirche gemeinsam neu zu gestalten.

Von leisen Keyboardtönen untermalt, hatten die Gottesdienstteilnehmer Gelegenheit, Schlagworte zu nennen, die als Denkanstoß für eine Kurzmeditation dienten. Frieden, Vertrauen, Miteinander aber auch Namen kürzlich Verstorbener ließen die Gläubigen kurz innehalten. Das Gemeinsamkeit auch nach dem Schlusslied weiter gelebt wird, zeigten viele Teilnehmer, die anschließend bei Bratwurst, Steak und Getränken noch lange Zeit zusammensaßen. Der Tenor in vielen kleinen Runden lautete: Ein solcher Gottesdienst sollte wiederholt werden.

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