Ein Artikel der Redaktion

Natur- und Umweltschutztreff Biologische Station am Alfsee präsentiert sich am 24. Juni

Von Ilona Uphaus, Ilona Ebenthal | 15.06.2018, 14:39 Uhr

Der„Backhaustag“ ist ein offener Natur- und Umweltschutztreff, der jeden ersten Donnerstag im geraden Monat in der Biologischen Station Haseniederung stattfindet. Wir wollen wissen, was es damit auf sich hat.

Das Tor zum Gelände an der Alfseestraße öffnet sich an diesem sommerlich warmen Abend pünktlich, dank Ronald Siegmund-Stuckenberg, dem Vorsitzenden des 1996 gegründeten Vereins. Er holt Wasser, Apfelsaft und Gläser aus dem Backhaus, denn das Treffen findet heute draußen statt. Zwischen dem üppig blühenden Natur- und Bauerngarten und dem großen Naturteich, an der überdachten Sitzgruppe aus Holz finden sich nach und nach weitere Teilnehmer ein. Manfred Wingerberg aus Ankum ist der erste Gast. Der passionierte Segelflieger frönt hier seiner „zweiten Leidenschaft – der Natur“. Er hat 1993 vier Jahre lang in einem großen Waldgebiet in Ankum fotografisch akribisch festgehalten - „alles was kreucht und fleucht, wächst und blüht“. „Eine wertvolle Dokumentation“, findet Ronald Siegmund-Stuckenberg.

Pünktlich am Start ist auch Birgit Lamping, die bereits ihre Diplom-Arbeit über den Alfsee geschrieben und damals mit dem Leiter der Station, dem Diplom-Biologen Jürgen Christiansen zusammengearbeitet hat. Jetzt ist die Alfhausenerin im Vorstand des Vereins tätig, genau wie Stefan Walter aus Rieste. Der Kassenwart bringt heute den Entwurf eines neuen Flyers mit. Der soll spätestens am Sonntag, 24. Juni, am Tag der offenen Tür verteilt werden.

Miserabel und gefährlich

Zur Runde gesellen sich noch die beiden Riester Birgit Hinrichs und Justus Bohl. Letzterer erzählt gerade von Hornissen, die im vergangenen Jahr in seinem Garten ein Vogelhäuschen belegten und ihr Nest bis in den Außenbereich des Vogelkastens erweitert hatten. „Die Menschheit lebt nicht mehr mit der Natur, sie spricht nur manchmal davon“, stellt der Rentner bedauernd fest. Der Zustand in den Grundlagen des Lebens sei „nicht nur miserabel, sondern auch gefährlich“, meint er und berichtet von fortschrittlichen Aktivitäten in der Schweiz zur Erhaltung der Artenvielfalt. „Wir versuchen, einen kleinen Beitrag zu leisten. Es ist ein mühsamer Weg“, sagt Ronald Siegmund-Stuckenberg.

Umfangreiches Programm

Neben Diskussionen über die aktuelle Agrarpolitik und das geplante „Nuba“ (Naturschutz- und Umweltbildungszentrum am Alfsee) wird heute aber auch konkret gearbeitet, denn die Vorbereitungen zum Tag der offenen Tür laufen auf Hochtouren. Ein umfangreiches Programm ist geplant. Neben vielen Informationen rund um die Imkerei und den Naturgarten gibt es eine Vogelberingungsaktion, Kinderschminken, eine Naturrallye und weitere Aktionen. Die Natur-AG Sögeln ist mit von der Partie und die Markthalle Alfhausen präsentiert sich. Kaffee, selbst gemachter Kuchen und Gegrilltes steht außerdem für die Besucher von 11 bis 18 Uhr bereit. Beim „Backhaustag“ an jedem ersten Donnerstag im geraden Monat ab 19 Uhr darf jeder Interessierte vorbeischauen. Weitere Informationen unter www.haseniederung.de.