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„Mondnacht auf Hawaii“ Discjockey greift in Eggermühlen zur Kühlkanone

Von Bjoern Thienenkamp | 20.07.2014, 17:18 Uhr

Selbst für eine Nacht mit Südsee-Flair war es fast schon zu warm. Doch die Macher der „Mondnacht auf Hawaii“ Samstagnacht beim Gasthaus Böhmann in Eggermühlen wussten sich zu helfen. Sie boten einen Mega-Ventilator auf und jede Menge gekühlte Getränke. Ein Discjockey hatte eine sehr praktische Idee: Mit künstlichem Nebel aus der Kohlendioxidkanone kühlte er die Tanzwütigen.

Ob mit dem Auto, dem Fahrrad, dem Nachtschwärmer oder dem Taxi, bei der Ankunft in Eggermühlen stahl Dennis Tepaß allen die Schau. Dank eines Gewinnspiels auf der Mondnacht-Facebookseite fuhr der 26-Jährige in einer Stretchlimousine der Firma Osna-Limo vor. Victoria Rehberg saß am Steuer des weißen Lincoln Towncars, das Sven Jarvers gehört. Rehberg brachte den Bersenbrücker und seinen Cousin Stefan Kronlage mit dem neun Meter langen Gefährt nach einer Rundfahrt über Gehrde und Ankum direkt vor den Eingang. Dort nahm ihn Jan Böhmann in Empfang.

Im riesigen Festzelt war die große Party bereits angelaufen, wechselten sich das DJ-Team Alabama an dem einen Ende mit der Spaßformation Royal Flash auf der anderen Seite ab. „Wir spielen den besten Mix aus allen Clubs dieser Welt, machen also Disco, während die Band die Party-Schiene bedient“, erläuterte Alabama-Moderator Sven Lüken das Konzept. Während DJ Jens Sievers mit seiner Musikauswahl zeigt, wie es funktioniert. „Wir sind froh, wieder dabei sein zu dürfen“, sagt Lüken und erfrischt das Publikum mit Schüssen aus einer Kohlendioxidkanone: „Da kommen 80 Grad minus heraus.“

Am anderen Ende vor der Bandbühne mit Royal Flash war es ein großer Ventilator, der für passende Abkühlung sorgte. „Einige Gäste sind wohl ausgeblieben, weil sie zu hohe Temperaturen im Zelt befürchteten“, vermutet Andreas Böhmann. Als die Mondnacht gegen vier Uhr im großen Zelt so langsam abklang, ging es bei DJ Fuego in der Hawaii-Bar noch einmal so richtig los, hinsichtlich Musik und Lichteffekten durchaus vergleichbar mit großen Discos.

Und natürlich war auch der Mondnacht-Erfinder Hubert Böhmann wieder mit dabei. Einerseits im Gespräch mit Stammkunden, andererseits auch beim Einsammeln von Gläsern ist der 73-Jährige stets mitten im Geschehen. Wenngleich mit Anne, Jan und Max nunmehr die dritte Generation der Böhmänner im Geschäft ist: Die Mondnacht ist und bleibt das Baby von Hawaii-Hubert - auch wenn das Baby schon 51 Jahre alt ist.