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„Lasst uns noch vor Weihnachten anfangen“ Eggermühlen: Bürgerverein baut Radweg

06.12.2013, 20:33 Uhr

In Eggermühlen wurde ein Verein gegründet, der sich um den Bau des Radweges nach Döthen kümmern soll. Die Idee dazu stammt aus Nordrhein-Westfalen.

In einer gut besuchten Bürgerversammlung im Schützenhaus zu Döthen informierte die Gemeinde über den Bau des Radweges, den sie im nächsten Jahr zusammen mit ihren Bürgern in Angriff nehmen will. Er solle etwa drei Kilometer lang sein und vom Ortsausgang Eggermühlens bis zur Einmündung der Stottenhausener Straße reichen, erklärte Bürgermeister Markus Frerker. Verlaufen solle der Radweg auf der rechten Seite der Landesstraße 73 (Bippener Straße).

Auf der Höhe der ehemaligen Gaststätte Gärke, sozusagen im Zentrum Döthen-Stottenhausens, wird sogar ein Stück der Straße verlegt, um den Radweg Platz zu schaffen. Zurzeit befindet sich hier eine Bushaltestelle, die 50 Meter in Richtung Bippen verlegt wird. Dort erhält sie Haltebuchten, groß genug, um auch Gelenkbusse aufzunehmen. Künftig sollen die Busse zum Halten die Straße vollständig verlassen. Das erhöht die Sicherheit für ihre Fahrgäste beim Ein- und Aussteigen und behindert zugleich auch nicht den Verkehr auf der Straße.

Planer Reinhard Kock vom Ingenieurbüro Tovar & Partner stammt aus Mettingen. Dort hatte er für ein ähnliches Projekt einen Bürgerverein gründen helfen, berichtet er. Der kam in kurzer Zeit auf 120 Mitglieder. Viele von ihnen wurden darüber zu Freunden. Doch der entscheidende Vorteil eines solchen Vereins ist finanzieller Art: Er kann anders ausschreiben als eine Gemeinde und damit bessere Preise herausholen. Ein öffentlich gebauter Radweg koste 150 bis 170 Euro pro Meter, berichtet Kock. Ein Bürgerradweg kommt mit 120 Euro aus, hauptsächlich deshalb, weil die Bürger ihre Arbeitskraft unentgeltlich einbringen. Dass die Gemeinde bereits die Grundstücke besorgt hat, wertete der Planer ebenfalls positiv.

„Lasst uns nicht lange warten und möglichst noch vor Weihnachten anfangen“, zeigte Theo Stottmann Tatendrang, den viele Döthener zu teilen schienen. Einstimmig beschloss die Versammlung, sofort einen Verein zu gründen. Vorsitzender wurde Stottmann, sein Stellvertreter ist Theo Gärke. Schriftführer Ulrich Gövert schlug als Name vor „RadAktiv Eggermühlen – Bürgerinitiative für Verkehrssicherheit“. Zum Vorstand gehören ferner Jürgen Wille und Anke Vogt, die sich um die Kasse kümmert. Beisitzer wurden Hubert Wöste, Wilhelm Schwietert, Ralf Böhmann, Bernd Schulte und Johannes Küthe. Bippens stellvertretender Bürgermeister Johannes Nyenhuis erklärte, auch seine Gemeinde habe ein großes Interesse, dem Lückenschluss zwischen den Samtgemeinden Fürstenau und Bersenbrück ein Stück näher zu kommen.

Startkapital gab es vom Schützenverein Döthen-Stottenhausen. Der hatte im Sommer beim Radwandertag „RadAktiv im Eggertal“ 1100 Euro eingenommen