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Kritik an Gaffern Gehrde: Unfallopfer bedankt sich bei Feuerwehr

Von PM. | 22.07.2014, 15:33 Uhr

Das sah schlimm aus: Mit Glück überlebte Gert Hustede einen schweren Lkw-Unfall in Nun kehrte der Fahrer zurück, um sich bei der Feuerwehr Gehrde für seine Rettung zu bedanken.

Am 15. Juli war Hustede auf der Bundesstraße 214 mit seinem Lkw in Richtung Holdorf unterwegs, als ihm ein Pkw auf seiner Fahrspur entgegenkam. Trotz eines Ausweichmanövers kollidierten beide Fahrzeuge.

Durch den Aufprall wurde das Vorderrad des Lkw abgerissen und das Gespann, beladen mit Pflastersteinen, landete kopfüber im Straßengraben. Hilflos eingeklemmt in seinem völlig zerstörten Führerhaus fanden die Ersthelfer Hustede vor. Die Bergung mit Rettungsschere und Spreizer dauerte eine knappe Stunde. Ebenfalls schwer verletzt wurden beide Pkw-Insassen. Einen Schutzengel muss Hustede gehabt haben, der bereits nach kurzer Zeit das Krankenhaus verlassen konnte. Ortsbrandmeister Jens Wassmund fand es eine tolle Geste, dass Hustede die Gehrder Feuerwehr besuchte, um sich persönlich zu bedanken.

Vor vier Jahren war es an gleicher Stelle zu einem Verkehrsunfall mit drei Toten und einem Schwerverletzten gekommen. Danach haben die Gehrder Feuerwehrleute Spenden gesammelt für einen Rettungssatz. Über 14000 Euro hat das System gekostet. Viele Stunden wurden seitdem in die Ausbildung investiert.

Kritik übte die Feuerwehr am Verhalten einiger Gaffer an der Unfallstelle. Das Erstellen von Handyvideos ist unangemessen, solange die Feuerwehr Patienten befreit. Ebenso, dass Schaulustige derart aufdringlich sind, dass diese von der Polizei von der Unfallstelle verwiesen werden müssen. Die Feuerwehrleute appellieren an die Bevölkerung, dieses Verhalten zu überdenken.