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Investition in Breitbandausbau Eggermühlen will am Projekt „Dorfgespräch“ teilnehmen

Von Sigrid Schüler, Sigrid Schüler-Juckenack | 06.06.2016, 10:32 Uhr

Für einen besseren Breitbandausbau wird die Gemeinde Eggermühlen Geld in die Hand nehmen. Das beschloss der Gemeinderat auf seiner Sitzung am Donnerstagabend einstimmig. Außerdem will die Gemeinde am Projekt „Dorfgespräch“ teilnehmen und gemeinsam mit den Vereinen eine Strategie für die Zukunft des Ortes entwickeln.

Es geht um den Kabelverzweiger A22 in Besten/Sussum, der mit Förderung durch den Landkreis Osnabrück ausgebaut werden soll. Die Gemeinde werde einen Anteil von 46000 Euro dafür übernehmen müssen, sagte Bürgermeister Markus Frerker. Viel Geld, mit dem nicht alle Haushalte in Eggermühlen versorgt werden könnten, aber der Bürgermeister betonte die Bedeutung des Ausbaus: „Wenn wir das nicht machen, dann ist das, wie wenn man eine Straße wissentlich verkommen lässt.“ Das Problem des Dorfes sei, dass es viel Außenbereich gebe. Aber auch der müsse versorgt werden, denn das sei wichtig für die Infrastruktur. Der Landkreis wolle insgesamt 15 Millionen Euro mit den Kommunen investieren, so Frerker. Damit stimmt der Rat der zwischen Landkreis und Kommunen erarbeiteten öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zu.

Blockheizkraftwerk für Gemeindezentrum und Kindergarten

Außerdem beschloss der Gemeinderat einstimmig, dass Kindergarten und Gemeindezentrum an das Blockheizkraftwerk angeschlossen werden sollen. Die Kosten pro Anschluss belaufen sich auf 2600 Euro. Über einen Anschluss der Schule müsse die Samtgemeinde Bersenbrück als Träger der Einrichtung entscheiden.

Visionen für die Zukunft des Dorfes

Die Gemeinde wird sich am niedersächsischen Projekt „Dorfgespräch“ beteiligen. Das Projekt der Katholischen Landvolkhochschule Oesede sieht vor, dass Vertreter der Dorfgemeinschaft gemeinsam Visionen für die Zukunft ihres Dorfes entwickeln. In Kürze werde die Gemeinde alle Vereine anschreiben und bitten, einen Vertreter zu benennen, der an diesem Workshop teilnehmen wird. Aus den Ideen soll ein Papier entstehen, dass im kommenden Jahr den Bürgern vorgestellt werden soll. Frerker erhofft sich neue Impulse für die Arbeit des neuen Gemeinderates nach den Kommunalwahlen.

Senioren-Wohngemeinschaft mit „All-Inclusive-Angebot“

Zum Konzept der Senioren-Wohngemeinschaft, die im alten Kindergarten entstehen könnte, berichtete Bürgermeister Markus Frerker, dass in sechs Wohneinheiten, für Singles oder auch Paare geeignet, Menschen, die nicht allein leben möchten und können, betreut wohnen könnten. Die Kosten sollen sich auf etwa 800 bis 900 Euro monatlich belaufen, aber: „Das ist ein All-Inclusive-Angebot“, so Frerker. Das bedeute, dass Wohnen, Verpflegung, Betreuung und Notdienst mit dieser Summe abgegolten seien. (Weiterlesen: „Alten-WG“ in Eggermühlens altem Kindergarten)