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Interview Osnabrücker Mathematik-Olympiade in Bersenbrück

Von Sigrid Schüler | 10.03.2016, 22:00 Uhr

Die Osnabrücker Mathematik Olympiade (OMO) findet in diesem Jahr zum 21. Mal statt. Am kommenden Mittwoch treten Schüler verschiedener Gymnasien im Finale gegeneinander an. In diesem Jahr wird die Veranstaltung von einem Team des Gymnasiums Bersenbrück organisiert. Die beiden Lehrerinnen Kerstin Recker-Kopka und Anne Zech erklären, was es mit dem Wettbewerb auf sich hat und warum er so beliebt ist.

Was ist die OMO, die Osnabrücker Mathematik-Olympiade?

Recker-Kopka: Die OMO ist ein Mathematik-Wettbewerb, an dem Schüler aus 15 Schulen aus der Stadt Osnabrück, dem Landkreis Osnabrück und aus Damme teilnehmen. Erstmalig hat der Wettbewerb in einer wesentlich kleineren Runde 1995 stattgefunden. Initiator und Ideengeber war der damals am Ratsgymnasium unterrichtende Kollege Reinhardt Fulge. Es gilt, mathematische Knobelaufgaben in einer bestimmten Zeit zu lösen. Der Wettbewerb findet einmal jährlich statt. Mit der Organisation geht es reihum, sodass jede Schule mal dran ist. Und in diesem Jahr dürfen wir die OMO zum zweiten Mal nach 2004 organisieren.

Wie läuft der Wettbewerb ab?

Recker-Kopka: Jede Schule kann maximal drei Teams mit je vier Schülern in den Wettbewerb entsenden. Die Teams bestehen aus Schülern der Klassen 5 und 6 sowie aus Schülern der Klassen 7 bis 10. Die Schulen dürfen maximal zwei Teams aus einer Alterssparte schicken. Für die jüngeren Teilnehmer gibt es auch einen sportlichen Teil, der in die Bewertung mit eingeht. Und am Schluss gibt es natürlich auch Sieger. In diesem Jahr sind es 39 Teams, die gegeneinander antreten. Für die begleitenden Lehrkräfte referiert der Landesfachberater Hartmut Müller-Sommer während der ersten Wettkampfrunde.

42 Teams aus 15 Schulen, dass macht 168 Schüler. Da gibt es viel zu tun.

Zech: Ja, das stimmt, unser fünfköpfiges Organisationsteam hat aber viele Helfer. Die ganze Fachschaft Mathematik ist einbezogen, und wir haben auch die Eltern mit ins Boot geholt. Die werden uns bei der Versorgung in der Pause helfen. Bei unserer „Langen Nacht der Mathematik“ waren auch Eltern dabei, die mitgeholfen haben. Aber auch die Schüler des Jahrgangs 11 aus den Mathematik-Leistungskursen sind als Helfer dabei, und die Schüler aus den Sporttheorie-Kursen. Sie erarbeiten den Sportparcours für die jüngeren Teilnehmer und bewerten die Leistungen.

Wer konzipiert die Knobelaufgaben?

Recker-Kopka: Das machen wir Lehrer vom Gymnasium. Wir haben natürlich viel recherchiert, um Aufgaben zu erstellen, die für die verschiedenen Altersklassen geeignet sind. Und natürlich soll es etwas anders sein als das, was im Unterricht behandelt wird. Es macht Arbeit, aber es macht auch richtig Spaß, vor allem dann, wenn man am Schluss sagen kann, dass es ein toller Wettbewerb gewesen ist und damit eine gelungene Veranstaltung.

Nach welchen Kriterien suchen Sie die Teilnehmer Ihrer Schule aus?

Zech: Wir sprechen die Schüler an, die sich in besonderem Maße im Fach Mathematik engagiert haben, beispielsweise durch herausragende Leistungen bei der Mathematik-Olympiade, der Langen Nacht der Mathematik oder im Känguru-Wettbewerb. Selbstverständlich ist die Teilnahme freiwillig, aber für die Schüler ist es auch in gewissem Sinn eine Ehre, die Schule beim Wettbewerb zu vertreten. Es ist allerdings so, dass Schüler, die im Vorjahr im Team der Fünft- und Sechstklässler erfolgreich waren, in diesem Jahr in der Gruppe der Älteren vielleicht nicht so große Chancen haben. Deshalb sind sie in diesem Jahr nicht unbedingt dabei. Die Schüler verstehen das aber, denn schließlich geht es darum, dass die Schule einen guten Platz erringen soll. Da zählt der Teamgeist.

Wie bereiten sich Ihre Schüler darauf vor?

Zech: Wir haben keine extra Vorbereitung auf diesen Wettbewerb. Aber wir bieten Arbeitsgemeinschaften an, die zum Beispiel auf dem Känguru-Wettbewerb oder die Mathematik-Olympiade vorbereiten. Hier werden Strategien, die man für die Lösung dieser Art von Aufgaben benötigt, besonders trainiert.

Welche Chancen rechnen Sie sich für das Bersenbrücker Gymnasium aus?

Recker-Kopka: Unsere Chancen sind gut, und wir hoffen natürlich immer auf eine gute Platzierung, aber die Konkurrenz ist sehr hart, denn alle Teilnehmer geben ihr Bestes. Wir hatten allerdings auch schon mal einen ersten Platz erzielt, und wir waren mehrfach Dritter.