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In der Alten Küsterei Flottes Weihnachtskonzert der Driewers in Rieste

Von Holger Schulze | 14.12.2015, 18:57 Uhr

Vor vollem Haus in der „Alten Küsterei“ in Rieste haben die „Driewers“ aus Bramsche ihr Weihnachtskonzert gegeben.

Schon der Start war alles andere als ein beschaulicher Weihnachts-Winterkonzerteröffner mit netten Weisen zur Adventszeit. Mit doppelter Percussionbesetzung, an den Trommeln spielten Peter Börs und Moncef Zorgati, ging es rhythmusstark und flott mit Plattrock los.

Während sich das Publikum an den Torten labte, sangen die Driewers im ersten Teil ihres Konzertes vom jungen Mut, der im späteren Leben verloren geht, über das Träumen oder über die Frauen der Driewers, die ihnen immer den Rücken freihalten. Auch von alten Zeiten, in denen manches, aber eben nicht alles immer schön war, handelte ein weiterer Titel.

Zwei weihnachtliche Geschichten

Ein erneutes Plattrockstück, das die Frage aufwarf, wo denn die Märchen geblieben seien, die wir so gerne gehört haben, leitete zum ersten Wortbeitrag des Nachmittags über. Ulrike Kohn ergänzte das Konzert der Driewers mit ausgewählten Geschichten. Mitgebracht hatte sie diesmal zwei Weihnachtsgeschichten. Die erste, aus der Feder von James Krüss, handelte von den Erlebnissen um eine Schildkröte, die am Heiligen Abend zum Weihnachtsgeschenk wurde, anstelle im Suppentopf zu landen. „Das gemischte Jesuskind“, die zweite Weihnachtsgeschichte, führte das Publikum in einen Weihnachtsgottesdienst, der durch eine Ungeheuerlichkeit gestört wurde. Ein Scherzbold hatte ein Jesuskind mit schwarzer Hautfarbe in die Krippe gelegt.

Erst nach Zugaben war Schluss

Im zweiten Teil des Konzertes ließen die Driewers per Winterlied die ersten Schneeflocken im Friesischen zu Boden sinken oder den Wind durch die Bäume wehen. Die weitere musikalische Reise verlief von Nord nach Süd und endete schließlich mit südamerikanischem Temperament in Venezuela sowie beim „Feliz Navidad“, mit dem die Driewers ihrem Publikum eine frohe Weihnacht und einen guten Rutsch wünschten. Bis sie allerdings die Bühne verlassen durften, mussten sie noch einige Zugaben spielen.