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Ihre Nana heißt Nina Alfhausener Künstlerin Teresa Weßling liebt das Kreative

Von Margarete Hartbecke, Margarete Hartbecke | 25.06.2016, 11:32 Uhr

Sie malt seit ihrer Jugend und spielt Keyboard in einer Kirchenmusikband. Ihre neueste Leidenschaft sind bunte Plastiken aus Beton. Am kommenden Wochenende möchte Teresa Weßling ihre Kunst auf dem Hof ihrer Eltern in Alfhausen-Wallen in einem Kunstgartencafé vorstellen.

Malen, Zeichnen, Modellieren gehören zu Teresa Weßlings Leben unbedingt dazu. Dass sie ihre Freizeit am liebsten mit kreativen Tätigkeiten ausfüllt, steht für sie schon früh fest. Als Kind zeichnet sie gerne. Mit 14 Jahren beginnt sie mit der Aquarellmalerei. Ihr gefällt es, dass die nicht deckenden Wasserfarben verlaufen und stimmungsvolle Natur- und Landschaftsbilder daraus entstehen. Später malt sie auch mit Öl- und Acrylfarben. Die meisten Techniken bringt sie sich selbst bei. Kunstzeitschriften liefern wertvolle Tipps. So arbeitet sie viele Jahre autodidaktisch.

Von Porträts zu Pastellmalerei

Doch seit fünf Jahren nimmt sie an Zeichenkursen von Diethelm Schäfer teil. Gute Porträts zu zeichnen bedarf besonderer Übung und Kenntnisse, die fachkundige Anleitung schätzt Teresa Weßling. Von den Porträts führt der Weg dann zur Pastellmalerei. Die zarten Kreidefarben lassen sich auftragen, wieder entfernen und führen zu schönen Verläufen. Da sie nicht antrocknen, können Details immer weiter ausgearbeitet werden. In diesen Zeichenkursen lernt Teresa Weßling ihre Namensvetterin Petra Weßling aus Bissendorf kennen, die Betonfiguren fertigt.

Aufwendige Technik

Angeregt durch die großen, urigen Figuren, die auf der Landesgartenschau in Papenburg die Wege säumten und in den Staudenbeeten standen, besucht Teresa nun auch einen Kurs bei Petra Weßling. Die Technik ist aufwendig und nichts für saubere Räume. Auf ein Drahtgerüst werden nach und nach Betonschichten aufgetragen, die an der Luft trocknen und abbinden. Das ist zwar zeitaufwendig, benötigt aber im Vergleich zum Ton keinen Ofen zum Brennen. Die fertigen Figuren malt Teresa Weßling dann mit Acrylfarbe an. Herzen oder Vögel als Gartenstecker gehören zu den kleineren Werken. Etwas größer ist eine Figur, die sie Nina nennt. Sie ist entstanden aus einer großen Puppe ihrer ältesten Schwester, die jahrelang im Keller lag. Nun erstrahlt sie in neuem Glanz, nur die Augen und die Haare sind geblieben. Noch größer scheint ein Paar zu sein, das bislang noch im Atelier wartet. Die großen Füße sind zu erkennen, der Rest ist mit Decken verhüllt.

Kunstgartencafé am 2. und 3. Juli

Was sich genau darunter verbirgt, wird Teresa Weßling am ersten Juliwochenende verraten. Dann lädt sie zum Kunstgartencafé auf den Hof ihrer Eltern in Alfhausen-Wallen ein. Hier zeigt sie nicht nur ihre Betonfiguren, sondern auch Acrylgemälde und Pastellmalereien. Gartendeko und Accessoires werden die Werke ergänzen. Das ist nicht ihre erste Ausstellung. Aquarelle zeigte sie schon mit 19 Jahren im Heimathaus in Alfhausen, weitere Werke bei einem Kirchencafé. Ein großes Hintergrundbild aus Acryl, das Jerusalem und den Ölberg zeigt, kennen viele als Hintergrund zur Weihnachtskrippe in der St.-Johannis-Kirche.

Erzieherin ist auch Musikerin

Seit zehn Jahren lebt die heute 34-jährige Erzieherin in Ankum, und auch hier stellt sie während einer Herbstkirmes Aquarelle aus. Und wer jetzt irritiert ist, weil er Teresa Weßling eher aus dem musikalischen Genre kennt, kann beruhigt sein. Als Keyboarderin spielt sie in der Band Silent Minds.

Kunstgartencafé auf dem Hof Weßling, Bersenbrücker Straße 8 in Alfhausen-Wallen am Samstag, 2. Juli, und Sonntag, 3. Juli, jeweils von 14 bis 18 Uhr.