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Halbjahresbilanz Kreissparkasse Gewinner und Verlierer im Altkreis Bersenbrück

Von Martin Schmitz | 11.07.2014, 22:45 Uhr

Halbjahresbilanz der Kreissparkasse Bersenbrück: Sie rechnet zwar nicht mit dem überragenden Ergebnis, mit dem sie 2013 abschloss. Aber das regionale Kredit- und Einlagengeschäft entwickele sich positiv, hieß es in einem Pressegespräch mit Vorstand und führenden Mitarbeitern.

2013 hatte die Kreissparkasse mit einer Bilanzsumme von 1,320 Milliarden Euro abgeschlossen. Im ersten Halbjahr 2014 hätten die Kunden ihrem Geldinstitut bereits 950 Millionen Euro an Einlagen anvertraut, 1,2 Prozent oder 11,3 Milliarden mehr als im Vorjahr, erklärten Bernd Heinemann und Lars Pfeilsticker in diesem Gespräch. Zugleich profitiere die Sparkasse von einer zunehmenden Bautätigkeit. Auch zeigten sich viele Landwirte bereit, in ihre Betrieb zu investieren, seien insbesondere am Zukauf von Land interessiert.

Angesichts des niedrigen Zinsniveaus und tariflicher und inflationsbedingter Steigerungen im Personal- und Sachaufwand rechnet der Sparkassenvorstand aber mit einem geringeren operativen Ergebnis als 2013.

Heinemann nutzte die Gelegenheit, um aufzuzeigen, dass sich die fünf Großgemeinden des Altkreises Bersenbrück seit der Wende sehr unterschiedlich entwickelt hätten. So habe die Bevölkerung in der Samtgemeinde Bersenbrück von 1990 bis 2013 um 41 Prozent zugenommen, Schlusslicht in dieser Tabelle sei die Samtgemeinde Fürstenau mit sieben Prozent hinter Bramsche mit acht Prozent Bevölkerungszunahme. Einen ähnlichen Boom wie Bersenbrück habe auch die Samtgemeinde Neuenkirchen erlebt, hier stieg die Bevölkerung in einem knappen Vierteljahrhundert um mehr als ein Viertel (26 Prozent). Im Artland stieg sie um 16 Prozent.

In der Entwicklung der Beschäftigtenzahlen seien die Samtgemeinden Bersenbrück und Neuenkirchen die Gewinner, und die Stadt Bramsche, Fürstenau und Artland mussten schrumpfende Zahlen verkraften. Demnach hat sich die Zahl der Beschäftigten in der Samtgemeinde Neuenkirchen zwischen 1990 und 2013 fast verdoppelt (92 Prozent). In der Samtgemeinde Bersenbrück hat sich diese Zahl veranderthalbfacht (55 Prozent). In Bramsche stieg die Beschäftigtenzahl um ein Drittel.

Im Artland hingegen sank sie in diesem Zeitraum um ein Zehntel und im Raum Fürstenau sogar um ein Drittel (32).

Insgesamt nahm die Bevölkerung im Altkreis Bersenbrück um 13 Prozent zu und die Beschäftigtenzahl um 18 Prozent. Die regionale Arbeitslosenquote rangierte im Juni um zwei Prozentpunkte unter dem Bundesdurchschnitt von 6,5 Prozent.

Auch innerhalb der Großgemeinden lassen sich Unterschiede im Tempo des Wachstums ausmachen. Ankum und Bersenbrück zum Beispiel profitieren von der Entwicklung, was sich auch an der Zahl der Bauwilligen festmachen lässt. In den beiden Orten gibt es Wartelisten für Parzellen in den Neubaugebieten. Wesentlich verhaltener sei dagegen die Nachfrage in den kleineren Gemeinden des Samtgemeinde Bersenbrück wie Kettenkamp und Eggermühlen.