Ein Artikel der Redaktion

Gesundheitliche Gründe SPD-Fraktionschef Widu Höckelmann verlässt Bersenbrücker Stadtrat

Von Mirko Nordmann, Mirko Nordmann | 30.01.2018, 18:52 Uhr

Stühlerücken im Bersenbrücker Stadtrat: Der SPD-Fraktionsvorsitzende Widu Höckelmann hat Bürgermeister Christian Klütsch darüber informiert, dass er sein Mandat aus gesundheitlichen Gründen abgeben will.

Am 14. März kommen die Mitglieder des Bersenbrücker Stadtrates zu ihrer nächsten Sitzung zusammen. Für Widu Höckelmann wird es vorerst die letzte. Der 56-Jährige, der erst bei der Kommunalwahl 2016 in den Stadtrat gewählt worden war, wird sein Mandat aus gesundheitlichen Gründen niederlegen. Bei der heutigen Fraktionssitzung wollen die Sozialdemokraten darüber beraten, wer künftig die fünfköpfige Fraktion führen soll. Höckelmanns aktueller Stellvertreter als Fraktionsvorsitzender ist Franz Wiefel. Voraussichtlich rückt Holger Paulsen für Höckelmann in den Rat nach.

„Solch einen Schritt macht man nicht einfach so“, sagt Höckelmann zu seinem Rückzug, „das überlegt man sich lange sehr genau.“ Schließlich sei er von den Bürgern gewählt worden, um sich für sie im Rat einzusetzen. „Das habe ich versucht“, sagte Höckelmann, der gerne als Außenstehender für Tipps zur Verfügung steht. Es sei immer sein Wunsch gewesen, sich politisch zu engagieren. Dass seine Gesundheit ihn nun zum Rückzug zwingt, damit habe er nicht gerechnet.

Wenn sich Höckelmann im März von seinen Ratskollegen verabschiedet, dürfte er ihnen ein paar gut gemeinte Ratschläge für ein besseres Miteinander mit auf den Weg geben. „Ich hätte mir einen deutlich konstruktiveren Umgang miteinander gewünscht“, spricht der scheidende Ratsherr die schwierigen Verhältnisse im Gremium an. Die hätte er gerne geändert. „Ich wusste, wie es zugeht. Aber ich dachte, ich könnte einiges aufbrechen und neue Wege gehen. Ich wollte für einen Umschwung sorgen und für ein besseres Miteinander“, sagt Höckelmann, „zur Politik gehören Vertrauen und Vertrautheit. Beides ist in Bersenbrück sehr schwach ausgebildet.“ Nicht das Parteienkürzel, sondern das Wohl der Bürger müsse bei Entscheidungen des Rates an erster Stelle stehen. „Man muss auch mal zu Kompromissen fähig sein“, stellt Höckelmann klar.