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FSJ und BFH HpH Bersenbrück sucht Freiwillige

Von pm | 12.08.2019, 19:56 Uhr

Spätentschlossene mit einem Schulabschluss in der Tasche können sich jetzt noch bewerben für ein Freiwilliges Soziales Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst bei der Heilpädagogischen Hilfe (HpH) Vier Freiwillige erzählen, welche Erfahrungen sie während ihrer Zeit in den Einrichtungen gemacht haben.

Der Bedarf ist groß: Rund 50 Freiwillige kann die HpH pro Jahr in den verschiedenen Einrichtungen gebrauchen. Zum Einsatz kommen die jungen Menschen in den Kinderzentren, der Paul-Moor-Schule, der Werkstatt für Menschen mit Behinderung oder in den Wohnheimen.

Um auch in den sozialen Medien die Werbetrommel fü FSJ und BFD zu rühren, hat die Kommunikationsabteilung der HpH jüngst ein Video gedreht, in dem drei FSJ-lerinnen und ein BFD-ler von ihren Erfahrungen erzählen:

Jana war ein Jahr lang im Kinderzentrum Bersenbrück beschäftigt. Die resolute und im Umgang mit den Kindern sehr liebevolle 19-Jährige spielt in ihrer Freizeit gern Fußball und engagiert sich außerberuflich. Im Rahmen der 72-Stunden-Aktion half sie als Mitglied der Katholischen Landjugendbewegung eine Gemeinschaftsterrasse bauen, auf der gemeinsame Veranstaltungen stattfinden können.

„Für mich ist es normal, mich sozial zu engagieren. Es macht Spaß und man bekommt so viel zurück. Im Kinderzentrum zu sehen, wie sich einige Kinder toll entwickelt haben und zu wissen, dass ich einen Teil dazu beitragen konnte, macht mich wirklich glücklich.“

Florian war im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes ein Jahr in der Produktion von Geschenkartikeln im Bramscher Bahnhof dabei. Der gelernte Dachdecker konnte seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben. Beim Suchen nach einer Alternative bot sich ihm die Möglichkeit, den Bundesfreiwilligendienst bei der HpH zu absolvieren.

Das Jahr gefiel ihm so gut, dass er im sozialen Bereich bleiben möchte. „Diese pädagogische Komponente hat mir in meinem alten Beruf tatsächlich gefehlt. Auf dem Dach hat man ja nicht mit so vielen Menschen zu tun. Mein handwerkliches Geschick mit viel Kontakt zu Menschen zu kombinieren, entspricht meinen Fähigkeiten. Nach diesem Jahr möchte ich am liebsten eine Umschulung zum Arbeitspädagogen machen.“

Michelle war im Rahmen ihres FSJ in der Paul-Moor-Schule tätig. Die 20-Jährige hat auch im Privaten gern Action: Sie spielt Querflöte und Saxophon, nimmt als Gruppenleiterin an Jugendfreizeiten teil und ist früher gern Trampolin gesprungen. In der Paul-Moor-Schule half sie im Klassendienst mit.

Auch politisches Engagement bewies sie in dem Jahr. Mit anderen FSJ-Kollegen diskutierte sie mit Politikern aus der Region darüber, wie man den Freiwilligendienst attraktiver gestalten könnte. „Ich hoffe, dass das ganz viel gebracht hat“, so Michelle. „Ich bin auf jeden Fall sehr traurig, dass das Jahr vorbei ist. Mir sind so viele ans Herz gewachsen. Und man bekommt viel zurück. Das ist echt toll.“

Laetitia, die ein Jahr im Haus Am Bokeler Bach tätig war, hat gemerkt, dass der soziale Bereich genau das Richtige für sie ist. „Dass das Arbeiten mit Menschen mit Behinderungen genau mein Ding ist, habe ich schon nach einigen Wochen gemerkt, als sich hier alles eingespielt hatte. Ich wurde hier gebraucht und hatte schnell das Gefühl, genau am richtigen Ort zu sein.“

Wer sich für die Teilnahme am Programm interessiert, kann sich melden bei Victoria Eichner, Email bewerbung@hph-bsb.de, Telefon 05439 94 49 454.