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Finale in Ludwigshafen Sonderpreis für Bersenbrückerin bei „Jugend forscht“

30.05.2015, 23:48 Uhr

pm/dpa/cg Ludwigshafen/Bersenbrück. Nora Willmaring, Abiturientin des Jahres 2014 am Gymnasium Bersenbrück, hat beim Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ einen Sonderpreis gewonnen. Die 18-Jährige nahm am Finale des 50. Wettbewerbs in Ludwigshafen teil – so wie 194 andere Mädchen und Jungen.

Willmaring, die zu den sieben Preisträgern in Niedersachsen gehört, überzeugte die „Jugend forscht“-Jury mit ihrem Projekt „Mit Homöopathie zur Turbobiene? Geht das?“ und wurde mit einem Sonderpreis bedacht. Sie darf nun an der „International Wildlife Research Week“ in der Schweiz teilnehmen.

Weltweit sterben unzählige Honigbienen durch die Varroa-Milbe. Nora Willmaring wollte herausfinden, ob homöopathische Mittel die Widerstandskraft der Bienen gegen die Schädlinge erhöhen. Die Jungforscherin fütterte rund ein Jahr lang drei Bienenvölker mit einem Gemisch aus Zuckerwasser und dem homöopathischen Präparat T100, drei weitere Völker erhielten nur Zuckerwasser. Alle vier Tage zählte sie die toten Milben, die aus den Stöcken gefallen waren. Außerdem erfasste sie das Gewicht der Völker und den Honigertrag. Ihr Schluss: Das homöopathische Präparat kann Vitalität und Abwehrkraft der Honigbienen tatsächlich stärken.

Bundespräsident Joachim Gauck und Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) haben am Samstag in Ludwigshafen die besten deutschen Nachwuchswissenschaftler geehrt. Die prämierten Arbeiten beschäftigten sich unter anderem mit dem automatischen Lösen von Sudokus, dem Lernverhalten von Eseln oder mit Rollstühlen, die mit den Augen steuerbar sind.

Gauck zeigte sich begeistert von den Teilnehmern: Er wisse, dass er beruhigt auf sein Rentenalter zugehen könne. Die Jungforscher machten ihn „glücklich“. „Allerdings gilt auch: Sie schaffen all das, weil sie in ihrem Umfeld die nötige Anregung und Unterstützung finden.“ Als Beispiele nannte er Lehrer, die Mut machen, und Schulen, die mehr sein wollten als „bloße Kopieranstalten für bekanntes Wissen“.

Insgesamt nahmen 195 Jugendliche in 113 Projekten auf Einladung des Chemiekonzerns BASF an dem Bundesfinale teil. Der Mädchenanteil lag dieses Jahr bei knapp 20 Prozent.

Für das Gymnasium Bersenbrück verlief die Teilnahme am Wettbewerb „Jugend forscht“ in diesem Jahr besonders erfolgreich.