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Demokratiekonferenz ein Erfolg Bibliothek im Medienforum Bersenbrück Besuchermagnet

Von Sigrid Schüler-Juckenack | 04.06.2019, 19:04 Uhr

Die Bibliothek im Medienforum Bersenbrück wird zu einem Besuchermagneten. Für das geplante Kinderbecken im Freibad bekommt die Samtgemeinde Bersenbrück keine Förderung. Nach der Demokratiekonferenz in Gehrde soll das Programm "Demokratie leben" in der Samtgemeinde im Sommer richtig in Schwung kommen.

Die Bibliothek im Medienforum ist zugleich öffentliche Bibliothek der Samtgemeinde und Schulbibliothek des Gymnasiums und der Berufsbildenden Schulen in Bersenbrück. Wie Bibliothekarin Jeanette Hammel in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Familie, Jugend und Sport der Samtgemeinde berichtete habe es dort im vergangenen Jahren 117 Veranstaltungen gegeben, 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Dazu zählen unter anderem Klassenführungen, der Büchereiführerschein, der Julius-Club und Lesungen.

Die Arbeit mit Kooperationspartnern werde ausgebaut. Insgesamt seien über 38.000 Besucher in die Bibliothek gekommen, deutlich mehr als noch vor zwei Jahren. Das sei auch darauf zurückzuführen, dass die Bibliothek zwei Ausstellungen beherbergte. Zudem entwickle sie sich zu einem Aufenthaltsort, hieß es im Bericht von Hammel. Schüler und Studenten nutzten die Bibliothek zur Vorbereitung von Referaten und Präsentationen, aber viele Menschen kämen auch, um andere zu treffen oder um beraten zu werden. Knapp 18.000 Ausleihen seien 2018 zu verzeichnen gewesen, 13 Prozent mehr als 2017.

Das Profil, mit dem die Bibliothek für die Zukunft gerüstet werden solle, werde in diesem Jahr abgeschlossen, so Hammel weiter. Der Relaunch der Homepage stehe ebenfalls für dieses Jahr an. Vorbereitungen zur Zertifizierung der Bibliothek nach den niedersächsischen Qualitätsstandards würden in Kürze beginnen. Ab September werde es neue Öffnungszeiten geben, um die Arbeiten, die im Hintergrund besser mit Ausleihe und Beratung koordinieren zu können.

Demokratiekonferenz: Maik Bienk und Leona Hepner berichteten von der Demokratiekonferenz, die im April in Gehrde stattgefunden hatte. Die Konferenz war Auftaktveranstaltung für weitere Aktionen, für die aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben“ des Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 80000 Euro zur Verfügung stünden.

Ziel sei, für Demokratie und Toleranz zu sensibilisieren und das Miteinander verschiedener gesellschaftlicher Gruppen zu fördern. Das Programm laufe bis 2024, Zuschüsse müssten jährlich neu beantragt werden, erklärte Bienk. Schwerpunkt im ersten Jahr soll das Thema „Aussiedler und Aufnahmegesellschaft“ sein.

Der Begleitausschuss, der über die Vergabe der Mittel für einzelne Projekte entscheidet, habe vor kurzem das erste Mal getagt. Auch mit dem Thema Flüchtlinge wolle man sich beschäftigen, aber nicht in diesem Jahr. Im Sommer soll die Umsetzung konkreter Projekte beginnen.

Kinderbecken im Freibad: Der Antrag auf Bauförderung aus dem Programm für ländliche Strukturentwicklung sei abgewiesen worden, berichtet Jörg Siesenis vom Fachdienst I. Ein Angebot einer Firma liege vor, bei dem sich die Kosten für ein für ein separates Kinderbecken mit Anschluss an die Wasseraufbereitung des Freibades auf 270.000 Euro belaufen. Das würde aber erhebliche Merhkosten bedeuten, wenn die Schwimmbadtechnik in absehbarer Zeit wie geplant erneuer wird. Empfehlenswert sei deshalb eine eigenständige Wasseraufbereitung, was die Baukosten auf 342.000 Euro steigen ließe. Der Ausschuss empfiehlt, das Thema noch einmal prüfen zu lassen.

Fußballplatz: Im März hatte die Grundschule in Ankum einen Antrag gestellt, einen festen Fußballplatz auf der nördlichen Grünfläche des Schulgeländes zu errichten. Überlegungen dazu gebe es schon lange, erklärte Siesenis. Bei schlechtem Wetter sei der Rasenplatz nicht bespielbar.

Die Ausschussmitglieder diskutierten umfassend, welcher Belag für den Platz in Frage komme, konnten dies aber nicht abschließend klären. Eine Kunstrasenfläche wurde nicht von allen befürwortet, da Kunstrasen Mikroplastik in die Umwelt abgebe. Aus diesem Grund lautet die Beschlussempfehlung, einen Ortstermin zu machen, bei dem die Frage geklärt werden könne. Gemeinsam soll mit der Grundschule Ankum ein Konzept für den Platz entwickelt werden.

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