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Besuch im Campemoor Kreisheimatbund Bersenbrück betrachtet archäologische Arbeit

Von PM. | 14.09.2011, 13:47 Uhr

Einem Archäologen bei seiner Arbeit über die Schulter schauen – dies konnten die Teilnehmer eines Ausfluges des Kreisheimatbundes Bersenbrück ins Campemoor.

Franz Buitmann, Vorsitzender des Kreisheimatbundes Bersenbrück, zeigte sich erstaunt darüber, was das Moor so alles preisgibt.

Eine erste Station bildeten die Bohlenwege. Bereits vor der Erfindung des Rades bauten Menschen Wege aus Baumstämmen von bis zu 2,50 Meter Breite durch die sumpfige Moorlandschaft, beschrieb Alf Metzler vom Niedersächsischen Amt für Denkmalpflege. Bereits seit 20 Jahren gräbt und forscht Metzler in den Tiefen des Moores.

Der bisher älteste Weg wurde auf dem Grund des Moores gefunden. Er wird auf das Jahr 4650 vor Christus datiert. Anhand von Baumringen kann das genau Alter der genutzten Stämme ermittelt werden.

Ebenso eindrucksvoll erschien das Hünengrab, welches die Kinder zum Klettern einlud und zu Spekulationen über den damaligen Transport der dafür verwendeten Steine anregte.

An den Sierhauser Schanzen erfuhren die Teilnehmer etwas über Kampfhandlungen zu Römerzeiten und dass viele Funde beweisen, dass die Wallanlage viel älter sei als bisher angenommen.

Mit einer ganz anderen Thematik beschäftigt sich der nächste Ausflug des Kreisheimatbundes Bersenbrück. Am Samstag, dem 12. November, um 14 Uhr steht eine Führung durch das Schlachtereimuseum Vörden auf dem Programm, wo Dietrich Stahl historische Fleischerwerkzeuge erläutert.

Anmeldungen nimmt Thomas Schneithorst täglich von 8 bis 17 Uhr entgegen.