Ein Artikel der Redaktion

Aktuelle Themen diskutiert Matthias Wübbel zu Gast im Bersenbrücker Rathaus

Von PM. | 29.05.2017, 18:02 Uhr

Der aus Fürstenau stammende, frisch nominierte SPD-Landtagskandidat Matthias Wübbel hat auf seiner Tour durch den Wahlkreis die Samtgemeinde Bersenbrück besucht.

Im Gespräch mit Samtgemeindebürgermeister Horst Baier seien viele aktuelle Themen zur Sprache gekommen, teilte die Samtgemeinde in einem Schreiben mit – angefangen von der Bildung über die ärztliche Versorgung bis hin zur Situation der landwirtschaftlichen Betriebe und den Auswirkungen der Energiewende auf die Region. Wübbel habe sich angetan gezeigt von den umfangreichen Investitionen in die Bildungslandschaft der Samtgemeinde Bersenbrück, heißt es weiter.

Bessere Bedingungen für die Inklusion

Als Vater von drei Kindern wolle er sich in Hannover insbesondere für eine gute Lehrerausstattung und bessere Rahmenbedingungen für die Inklusion einsetzen. Hier bestehe laut Wübbel noch viel Verbesserungspotenzial. Die Befreiung von den Gebühren für Kindertagesstätten sei für Wübbel ein Zeichen für bessere Chancengleichheit und müsse vom Land umgesetzt werden, berichtet die Samtgemeinde über den Standpunkt des Landtagskandidaten. Die Kommunen vor Ort könnten dies jedoch finanziell nicht alleine schultern. Die Übernahme der Elternbeiträge sei lat Wübbe die eine Sache, Folgeinvestitionen in die notwendige Infrarstruktur in den Kommunen eine andere. Vor dem Hintergrund, dass es viele weitere Fachkräfte brauche, da der Bedarf an Kitaeinrichtungen steigen werde, sei der Ansatz der Landesregierung, die Kitabeitragsfreiheit stufenweise einzuführen, sicherlich ein vernünftiger Weg.

Wichtig: das Krankenhaus in Ankum

Horst Baier und Matthias Wübbel seien sich einig gewesen über die Bedeutung des Krankenhauses in Ankum für die Gesundheitsversorgung in der Region. Beide wollen laut Mitteilung „Druck in Hannover machen, damit die beantragten Investitionsmittel für Ankum bewilligt werden“. Laut Baier ist hier der Schulterschluss mit allen Kräften der Region erforderlich. „Beim Krankenhaus Bramsche hat sich gezeigt, wie man erfolgreich agieren kann für die Sicherung des Standortes“, erklärt Baier. Er sehe aber auch den Landkreis in der Pflicht, da dort die Verantwortung für die medizinische Versorgung liege. „Nachbarlandkreise leisten Investitionszuschüsse an Krankenhäuser aus eigenen Mitteln und setzen damit ein wichtiges Zeichen“, sagte Baier.

Wübbel setzt sich für Erdverkabelung ein

Beim Thema Windparks und Stromleitungen wolle Wübbel, so heißt es in der Mitteilung weiter, die Belastungen für die Region möglichst gering halten. Er wolle sich für Erdverkabelung einsetzen, „wohlwissend, dass jeder Bürger seinen Beitrag für den 2011 beschlossenen Atomausstieg leisten“ müsse. Der Bedarf und die Technik veränderten sich rasant wie zum Beispiel bei der Speichertechnologie, und es mache keinen Sinn, Planungen auf der Basis veralteter Erkenntnisse umzusetzen. Baier verwies darauf, dass die Trassenplanung von der letzten CDU-FDP-Bundesregierung beschlossen worden und das Land gesetzlich zur Umsetzung gezwungen sei.

Erhalt der dörflichen Strukturen

Wübbel und Baier seien sich auch einig über die Bedeutung der landwirtschaftlichen Betriebe in der Region, heißt es weiter, die im Moment insbesondere durch die Politik des grünen Landwirtschaftsministers „sehr unter Druck“ seien. Der Landtagskandidat sieht die Gefahr, dass die Verschärfung der rechtlichen Rahmenbedingungen insbesondere kleinen Betrieben schade und den Strukturwandel in der Landwirtschaft erheblich beschleunige. Positiv finden Baier und Wübbel die von der Landesregierung gestaltete Förderung von ländlichen Regionen. „Es sind noch nie so viele EU- und Landesmittel in die Region geflossen wie im Moment. Insbesondere der Erhalt der dörflichen Strukturen ist der Landesregierung ein großes Anliegen“, stellt Baier fest.