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Agnes Droste macht Vorschlag Zwei Ärztinnen für Alfhausen und Rieste?

Von Martin Schmitz | 27.12.2016, 21:00 Uhr

Alfhausen und Rieste haben ein gemeinsames Problem: Beide Orte könnten ihre Hausarztpraxen verlieren. Vielleicht gibt es für das Doppelproblem eine gemeinsame Lösung?

In Rieste sucht der mittlerweile 68-jährige Dr. Andreas Brügge seit mehr als drei Jahren einen Nachfolger für seine Praxis, wendet dabei Fantasie und Energie auf und zeigt sich offen für flexible Lösungen. Im Sommer machte sich der Ort Hoffnungen, eine junge Ärztin könne über die Weiterbildungsassistenz in die Aufgabe einer Landärztin hineinwachsen, ein Programm, das Mediziner ermutigen soll, sich als Allgemeinärzte niederzulassen.

In Alfhausen wolle der Allgemeinmediziner Alexander Henne seine Praxis an der Alten Schulstraße zum 30. Juni 2017 schließen, teilte Bürgermeisterin Agnes Droste in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates mit. Vielleicht ließen sich zwei Ärztinnen finden für Alfhausen und Rieste, die sich gegenseitig vertreten könnten, schlug sie vor. Eine verlässliche Vertretungsregelung könne die Praxen attraktiver machen.

Der Landkreis Osnabrück wolle mit finanziellen Anreizen helfen, Allgemeinärzte zu einer Niederlassung zu bewegen, so die Alfhausener Bürgermeisterin. Das Problem betreffe nämlich nicht nur Alfhausen und Rieste. Es bahne sich auch in Eggermühlen an und sogar in Ankum.

Sie hätte auch hinzufügen können, dass Gehrde nach dem Verlust seiner Arztpraxis 2014 bis heute nach einer Lösung sucht und dass eine Quotenregelung die Niederlassung neuer Ärzte erschwert, wenn eine Praxis einmal geschlossen ist. Und dies sind nur Beispiele aus der Samtgemeinde Bersenbrück, in deren Nachbarschaft sich durchaus ähnliche Probleme auftun.

Eine Lösung zu finden wird wohl einen langen Atem brauchen, deutet Droste in der Gemeinderatssitzung an. „Es wird nicht einfach“, sagt sie.