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Thriller „Tödliches Feuer“ Dritter Krimi von Belmer Hobbyautorin veröffentlicht

Von Stefan Buchholz | 31.12.2015, 17:36 Uhr

Sie ist Architektin, Kampfkunsttrainerin sowie Mutter und Pferdeliebhaberin. Bleibt da noch Zeit für mehr? Für Cordula Bohl sehr wohl: Die 48-jährige Belmerin ist nebenbei auch Schriftstellerin. Gerade ist ihr dritter Krimi erschienen.

Der Thriller „Tödliches Feuer“ dreht sich wieder um Marc Megan. Den französischen Agenten, der sein Gehalt vom kanadischen Geheimdienst überwiesen bekommt, verschlägt es diesmal nach Deutschland und sogar nach Osnabrück. „Es geht um biologische Waffen“, sagt Cordula Bohl. Und lässt sich bei Nachfragen über den Inhalt ihres neuen Kriminalromans irgendwie nicht auf die Schliche kommen.

Bittersüße Lebenseinstellung

Immerhin so viel gibt sie über ihr Verhältnis zu Marc Megan preis: „Er leiht sich während des zweiten Schreibdurchgangs meine Tastatur. Ich kann planen, was ich will, es wird immer anders.“ Und noch etwas lässt sich Cordula Bohl entlocken, fragt man nach Ähnlichkeiten zwischen ihr und der Megan-Figur. „Wir pflegen beide eine bittersüße Lebenseinstellung: Gleich was passiert, die Hauptsache ist, dass der Kopf oben bleibt und man drüber lachen kann.“

Menschen beobachten

Eine Passion Bohls entspricht zudem einer Kernaufgabe von Geheimdiensten: dem Beobachten. Sie mache das unglaublich gerne, weil Menschen so individuell seien, gesteht die Belmerin. „Das wird auch niemals langweilig.“

Unveröffentlichter Science-Fiction-Roman

Früh begann Cordula Bohl mit dem Schreiben. 1984 verfasste die damals 17-jährige Vielleserin ihren literarischen Erstling. Der unveröffentlichte Science-Fiction-Roman aus dem Orwell-Jahr liegt als Manuskript immer noch in der Schublade. Es folgten Kinderbücher, zum Teil mit selbst gemalten Aquarellen. Vor 15 Jahren dann die Entscheidung, fortan erst einmal Thriller zu schreiben.

Dem Schriftstellern folgt die Hobbyautorin, wenn sie ausspannen will. „Bevor mein Gehirn in den Leerlauf schaltet, muss ich was schreiben.“ Das geschieht, wenn sie nicht schlafen kann, zwischen durch und im Urlaub. Dabei verfasst sie den ersten Durchgang stets handschriftlich. Sie schwört darauf, weil mit dem Stift in der Hand andere Hirnareale angesprochen würden.

Als rein gefühlsmäßige Schriftstellerin („Fehler-Lerner“) sieht sich Cordula Bohl, die nur für sich und Freunde schreibe. So ganz anders als ihre literarischen Lieblinge Cornelia Funke, Terry Pratchett nebst Andreas Eschbach, Isabell Allende oder etwa Jorge Buchay, die alle längst eine große Fangemeinde haben.

Fünf Elementen der japanischen Kampfkunst

Vielleicht bildet sich eine große Anhängerschar ja, wenn die Marc Megan-Krimis komplett sind. Auf die bislang drei erschienen Bücher, sollen nämlich noch zwei folgen. „Das hat mit den fünf Elementen der japanischen Kampfkunst zu tun“, verrät Cordula Bohl zum Schluss.