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Sportverein zieht Kostenbremse Vehrte: Streit über Kosten für Halle

Von Erhard Böhmer | 08.09.2011, 14:35 Uhr

Die Vehrter Sporthalle soll einen Anbau bekommen: Da sind sich die Verantwortlichen von Rat und Verwaltung sowie des Sportvereins SuS Vehrte einig. Nun kommt Streit ums Geld auf, um die Frage, wer welchen Teil der Kosten tragen soll.

Der Vorstand des Sportvereins mit Alexander Hietsch an der Spitze rief die SuS-Mitglieder zur Versammlung. Wichtigstes Thema: Finanzierung des Anbaus. Ergebnis: Der Verein beteiligt sich mit maximal 55000 Euro am Anbau. Die Summe setzt sich aus fünf Prozent der Baukosten und einem Sonderbeitrag zur Erweiterung der Gruppenräume zusammen.

Das teilte Hietsch in einer Presseerklärung mit. In dem Schreiben erhebt er auch schwere Vorwürfe gegen Bürgermeister Bernhard Wellmann. Der habe dem Verwaltungsausschuss (VA) der Gemeinde falsche Zahlen genannt. Zitat: „Herr Wellmann offerierte dem Ausschuss trotz besseren Wissens, dass der Verein sich mit fünf Prozent der Baukosten am Hallenbau beteiligen würde.“

Dem widerspricht Bürgermeister Wellmann mit Nachdruck. Er habe dem Verein von Anfang an mitgeteilt, dass die Gemeinde davon ausgehe, dass der Verein zehn Prozent der Baukosten tragen müsse. Das sei Beschluss des VA.

Man bewege sich zurzeit noch in der Phase der Planung und Überlegung. Ursprünglich sei nur ein Anbau für den Sportbetrieb vorgesehen gewesen. Zwischenzeitlich habe ein von der Gemeinde beauftragtes Ingenieurbüro Ideen präsentiert. Dazu gehöre auch „Extras“, nämlich ein Gruppen- und Lagerraum. Diese Ergänzungen würden – wenn sie denn umgesetzt würden – auch extra kosten. SuS-Vorstand Hietsch betont den Anteil des Vereins: fünf Prozent der Baukosten, aber maximal 35000 Euro und dazu 20000 für den Gruppenraum. Bei 55000 Euro sei für den Verein die Schmerzgrenze erreicht.

Der Bürgermeister will die Gemüter beruhigen und setzt auf weitere Gespräche. Letztlich sei es eine Entscheidung der politischen Vertreter im Verwaltungsausschuss, über die Kostenverteilung zu entscheiden. Das Ergebnis der Vereinsversammlung sieht er als Grundlage für weitere Verhandlungen. Wellmann: „Es geht um die Sache, da muss man zueinanderfinden.“