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Initiative: Bahn bietet Vorfinanzierung an Bahnunterführung in Vehrte möglich

Von Horst Troiza | 27.09.2011, 15:19 Uhr

Ob es jemals einen Bahnhalt in Vehrte geben wird, steht in den Sternen. Doch unter Umständen wird die Untertunnelung des Gleiskörpers doch noch in Angriff genommen werden können. Das förderte ein Gespräch zwischen Gemeindepolitikern, Verantwortlichen des Landkreises, der Bahn und dem Ministerium in Hannover zutage.

Bisher hatte das Landesministerium die Realisierung des im Behördendeutsch sogenannten höhenungleichen Bahnübergangs aus finanziellen Gründen ausgeschlossen. Nun sei aber nach einem Gespräch zwischen Minister Bode und einer Delegation aus dem Osnabrücker Land, bestehend unter anderen aus Landrat Manfred Hugo, dem Landtagsabgeordneten Clemens Lammerskitten und Bürgermeister Bernhard Wellmann sowie Bahnvertretern, eine neue Situation entstanden, berichtete Johannes Bartelt von der Initiative „Ein guter Zug für Vehrte/Ostercappeln“. Demnach hat die Bahn vorgeschlagen, die Kosten für das Projekt, gedacht sind 20 Millionen Euro, für eine Dauer von zwei Jahren vorzufinanzieren. „Die Absicht steht im Raum, allerdings wurde das noch nicht vertraglich fixiert“, erklärte Bartelt während der Sitzung der Initiative, die sich für einen Bahnhalt in Vehrte starkmacht. Wenn es nach dem Willen der Initiative ginge, könnten die Kosten für die Einrichtung des Bahnhaltes dort gleich mit hineingepackt werden.

„Die Gemeinde sollte darauf drängen, dass der Zugang zum Bahngleis durch die Untertunnelung möglich gemacht wird“, forderte Heinrich Klumpe, Bevollmächtigter der Gewerkschaft Transnet. Bartelt riet jedoch, die „Hürden nicht zu hoch zu bauen“ und Schritt für Schritt zu gehen. Wichtig sei erst einmal, bis 2014 die Unterführung realisiert zu bekommen.

Zur Sitzung eingeladen worden war Christoph Siebe vom Arbeitskreis Dorferneuerung in Vehrte. Der Bahnhalt spiele in den Planungen des Arbeitskreises keine Rolle, „weil ihr hier ordentliche Arbeit macht und wir das Thema nicht doppelt besetzen müssen“, erklärte er. Selbstverständlich sei auch er für die Einrichtung eines Bahnhalts, da einige der im Arbeitskreis bevorzugten Maßnahmen der Entwicklung der touristischen Struktur dienten und Besucher bequem mit dem Zug anreisen könnten. Als Beispiele nannte Siebe die Fundstellen der Schwarzerde, Räutekuhlen und den Gattberg, die alle aus den Mitteln der Dorferneuerung für einen sanften Tourismus entwickelt werden sollen.