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Goldenes Oktoberwetter Hochzeitsreise im Love-Express auf der Belmer Kirmes

Von Horst Troiza | 11.10.2015, 18:00 Uhr

Goldenes Oktoberwetter bescherte der Belmer Herbstkirmes am Wochenende einen guten Zuspruch der Besucher. Während an den Nachmittagen die Fahrgeschäfte für Kinder dicht umlagert waren, zog es an den Abenden Jugendliche und Erwachsene zu den Fahrgeschäften mit dem besonderen Kick und an die Ess- und Getränkebuden.

Für Thorsten und Sarah Jones hätte der Termin der Herbstkirmes nicht besser gewählt sein können. Am Vormittag war das Paar zusammen mit den Freunden in Vehrte gewesen, wo sich die beiden in der evangelischen Kirche das Jawort gaben. Am Nachmittag stand eine besondere „Hochzeitsreise“ auf dem Programm, denn die Frischgetrauten zogen mit ihren Trauzeugen und weiteren Hochzeitsgäste über die Kirmesmeile. „Wir wohnen hier an der Lindenstraße, da ist es doch perfekt, sich den Spaß auf der Kirmes zu gönnen“, sagte der Bräutigam, noch etwas außer Atem. Das Paar war gerade aus der Raupe, dem Love-Express ausgestiegen, wo eine Extrarunde mit Vollgas die Kleidung und Frisuren ordentlich durcheinandergebracht hatte.

Überhaupt war die Kirmes wieder ganz nach dem Geschmack der Besucher gewesen. Groß und Klein fanden an allen drei Tagen beste Unterhaltung. Angefangen vom Fassanstich durch Bürgermeister Viktor Hermeler am Freitag und dem Auftritt der Partyband „Bluescreen“ bis zum Schlusspunkt am Sonntag herrschte auf der Kirmesmeile viel Betrieb. Wenn auch am Samstag und Sonntag ein kalter Ostwind blies, tat dies der guten Stimmung keinen Abbruch. Höhepunkt war am Samstagabend das Feuerwerk, das bei klarem Nachthimmel wunderschön zu sehen war.

Anziehungspunkte waren die Fahrgeschäfte, die immer neues Publikum fanden. Während die Kleinsten damit zufrieden waren, im langsamen Tempo im Feuerwehrauto auf dem Kinderkarussell zu sitzen, waren die Größeren nicht so leicht zufriedenzustellen. Viele holten sich ihre „Kicks“ in der Raupe, dem Simulator oder gaben beim Auto-Scooter kräftig Gas. Dagegen war bei einigen anderen Schaustellern nicht ganz so viel los. „Wir kommen gerade vom Ferkelmarkt in Hagen. Dort hat unsere Kasse deutlich mehr geklingelt“, erklärten Renato Krakor und René Böttger an ihrer Schießhalle und meinten auch, die Ursache dafür gefunden zu haben. „Hier ist alles zu weit auseinandergezogen“, so Krakor.

Doch mehr Kritiker gab es nicht. Abgesehen von der Schlägerei am Samstagabend herrschte an allen Tagen eine tolle Stimmung, wie auch Marktmeister Rainer Kuhlmann bestätigte. „Das Wetter hat für einen richtig guten Besuch gesorgt. Bei einer Runde über die Kirmesmeile haben mir das die Schausteller bestätigt“, gab er ein zufriedenes Statement ab.