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Erfahrungen auf dem Wochenmarkt Marion Küthe wird Leiterin des Dorfladens Vehrte

Von Nina Strakeljahn | 19.10.2017, 13:37 Uhr

Eine Vehrterin wird den Vehrter Dorfladen leiten. Marion Küthe übernimmt diese Position. Schon jetzt verbringt sie viel Zeit in der ehemaligen Sparkassenfiliale.

Die 45-Jährige bringt Erfahrung mit. Viele Jahre hat sie auf dem Wochenmarkt in Osnabrück im Fleischmobil ihres Vaters Clemens Wessel die Waren verkauft. Nachdem die Fleischerei Wessel in Vehrte Ende März schloss, hat sie eine neue Herausforderung gesucht und gefunden.

Durchdachtes Konzept

Interesse am Dorfladen hatte sie von Anfang an. Zwar sei sie zunächst misstrauisch gewesen, weil es zuvor schon Versuche gab. Aber dieses Mal sei das Konzept „viel durchdachter“, sagt sie. Eigentlich wollte die Fleischerei Wessel das Fleisch für den Dorfladen liefern, doch die Firma fand keinen Nachfolger.

Marion Küthe, die mit einem Vehrter verheiratet ist und seit 25 Jahren im Ort lebt, wollte im Dorfladen mitmachen. Deshalb entschied sie, sich für die Stelle als Leiterin zu bewerben. Im offiziellen Bewerbungsverfahren mit Vorstandsgesprächen setze sie sich gegen ihren Mitbewerber durch. Obwohl der Dorfladen noch gar nicht geöffnet hat, steht sie in ständigem Austausch mit der Vorsitzenden des Vereins Dorfladen, Inge Drachenberg. Die beiden sitzen viel zusammen, planen und organisieren. Denn es ist noch viel zu erledigen. Für Inge Drachenberg ist Marion Küthe ein Glücksfall. „Sie kennt einfach jeden in der Lebensmittelbranche“, sagt sie. Wenn es zum Beispiel um Berufsbekleidung gehe, weiß sie, wo man diese einkaufen könne.

Praktikum in der Bäckerei

Ursprünglich hat die Mutter zweier Söhne Tierarzthelferin und veterinärmedizinisch-technische Assistentin gelernt. Außerdem arbeitete sie in einem Lebensmittellabor, ehe sie ins Geschäft ihrer Eltern einstieg. Bevor sie die Leitung übernimmt, macht sie nun noch ein Praktikum im Dorfladen in Freden (Leine). Dort arbeitet sie unter anderem mit dem gleichen Kassensystem, wie es in Vehrte genutzt wird. Auch die Bäckerei Steuwer in Belm, die ebenfalls an den Dorfladen liefert, wird sie besuchen, um das Sortiment kennenzulernen. „Mit Fleisch kenne ich mich aus, mit Brot nicht“, sagt sie.

Sie erwartet, das ihre Arbeit vielseitig wird – vom Regale einräumen, über die Abrechnung bis hin zum Kuchenbacken und putzen. „Es gehört alles dazu“. Der Dorfladen soll aber auch ein Treffpunkt sein, wo man bei einer Tasse Kaffee quatschen kann. Das ist auch ein Anliegen von Marion Küthe. „Die Menschen vom Markt fehlen mir schon“, sagt sie. Sie freut sich auf den Startschuss und den Kontakt zu den Kunden. Ihr Wunsch für den Dorfladen: „Die Vehrter sollen das Gefühl haben, das ist unser Laden.“