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Entschärfung am 3. Juli Bombenräumung: 3500 Belmer von Evakuierung betroffen

Von Hendrik Steinkuhl | 16.06.2016, 01:50 Uhr

Die letzte Bombenräumung in Belm ist gerade drei Monate her, da steht auch schon die nächste Entschärfung eines Blindgängers an: Weil eine Bombe direkt unter einem Mehrfamilienhaus gefunden wurde, das nach Informationen unserer Redaktion in der Stettiner Straße steht, müssen am 3. Juli rund 3500 Belmer ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

In der Ratssitzung am Mittwochabend verkündete Bürgermeister Viktor Hermeler, womit auch er selbst bis vor ein paar Tagen nicht gerechnet hatte: Schon in zweieinhalb Wochen findet in Belm die nächste Bombenräumung statt. „Wir haben einen Punkt, wo es einen sehr konkreten Verdachtsfall gibt, deshalb gibt es relativ spontan eine Bombenräumung“, sagte Hermeler am Ende seines Verwaltungsberichts.

Bombenräumung war eigentlich für den Herbst vorgesehen

Im Gespräch mit unserer Redaktion hatte der Bürgermeister noch vor einigen Wochen gesagt, dass er zwar mit einer erneuten Bombenentschärfung in Belm rechne; die solle allerdings erst nach den Sommerferien stattfinden , da man auf viele freiwillige Helfer angewiesen sei, von denen sich in den Ferien naturgemäß ein erheblicher Teil im Urlaub befinde.

Sprengmeister trifft Entscheidung

„Wegen der Ferienzeit wird es nicht so leicht sein, aber das ist jetzt eben eine Herausforderung für die Verwaltung“, sagte Hermeler nun am Donnerstag im Gespräch mit unserer Redaktion. Am Montag habe es ein Gespräch mit den verantwortlichen Fachleuten des Räumkommandos gegeben, in dem diese der Belmer Verwaltung mitteilten, dass man es nicht verantworten könne, den Blindgänger bis zum Herbst liegen zu lassen. Deshalb wird der erfahrene Sprengmeister Clemens Stolte, der zuletzt im März zwei Blindgänger in Belm entschärft hat, bereits am 3. Juli zur Tat schreiten. (Weiterlesen: Zwei Blindgänger in Belm erfolgreich entschärft)

Blindgänger liegt wohl in der Stettiner Straße

Am Donnerstagvormittag bestätigte sich dann endgültig, was Hermeler auch schon in der Ratssitzung angedeutet hatte: Ein weiterer Bomben-Verdachtspunkt in Rathausnähe hat sich als nicht zutreffend herausgestellt. Deshalb, so Hermeler im Gespräch mit unserer Redaktion, werden am 3. Juli deutlich weniger Belmer als beim letzten Mal ihre Häuser verlassen müssen. Laut dem Bürgermeister sind rund 3500 Bürger von der Evakuierung betroffen.

Bremer Straße und die Lindenstraße nicht gesperrt

Nach derzeitigem Stand werden dann auch die Bremer Straße und die Lindenstraße nicht gesperrt werden, der Verkehr kann hier also weiter fließen. Die 3500 von der Evakuierung betroffenen Bürger werden wie auch beim letzten Mal unter anderem mit Flugblättern und über unsere Zeitung informiert.

Über die Lage des Blindgängers ist schon seit einigen Wochen bekannt, dass er sich im Belmer Sanierungsgebiet befindet. Nach Informationen unserer Redaktionen ist ein Haus in der Stettiner Straße betroffen. Bürgermeister Viktor Hermeler betonte, dass er sich zum genauen Fundort nicht äußern wolle. (Zu unserer Themenseite „ Bombenräumung “)