Ein Artikel der Redaktion

Ab Donnerstag 350 Reiter am Start Turnier für Islandpferde mit buntem Rahmenprogramm

Von Claudia Sarrazin | 15.06.2017, 16:15 Uhr

Die IPOL-Power-Tage in Belm-Vehrte bieten nicht nur für Pferdenarren ein abwechslungsreiches Programm. Das „Horse & Dog“-Reiten, die Vier- und Fünfgangprüfungen sowie die Angebote für Kinder sind auch bei Nicht-Reitern beliebt. Außerdem gibt es erstmals ein Rudelsingen am Freitagabend. Freunde des Reitsports wiederum können sich auf 71 Prüfungen freuen, zu denen sich gut 350 Reiter angemeldet haben.

Die Sonne brennt, Staub wirbelt hoch und die Mähnen der Islandponys wehen: Am Mittwoch reisten bereits die ersten Reiter mit ihren Islandpferden an und richteten sich auf den Campingwiesen der Anlage der Islandpferdereiter Osnabrücker Land (IPOL) an der Holststraße in Belm häuslich ein. Während die Parkwiese vor dem Besucherandrang noch einmal ordentlich gemäht wurde, ritten die ersten Turnierteilnehmer schon mal die Bahn ab und nutzten die Zeit für letzte Trainingseinheiten.

Startplätze schnell vergeben

Denn am Donnerstag, 15. Juni, um 12 Uhr starten die IPOL-Power-Tage. „Diesmal waren unsere gut 350 Plätze sehr schnell vergeben. Zwischendurch hatten wir eine lange Warteliste mit rund 60 Reitern“, erklärte IPOL-Pressewartin Andrea Merfeld. Die Folge: Einige Reiter, die in den vergangenen Jahren immer mit dabei gewesen waren, hätten diesmal keinen Platz mehr bekommen. Das Turnier der Islandpferdereiter Osnabrücker Land (IPOL) wird offensichtlich immer beliebter. In diesem Jahr kommen wieder einmal viele Reiter aus Nordrhein-Westfalen, dem Oldenburger Land und den Niederlanden, manche auch aus Österreich.

Wohlfühlatmosphäre in Vehrte

„Ich finde die Atmosphäre richtig gut, und meistens haben wir Glück mit dem Wetter“, erklärt Svenja Merfeld auf die Frage, was das Vehrter Turnier auszeichne. „Bei uns ist es immer sehr familiär“, sagt Lena Liensch. Andere Vereinskollegen berichten von „Wohlfühlatmosphäre“ oder betonen: „Wir sind auf ziemlich viele Ansprüche der Reiter und Gäste eingestellt.“

Programmtipps für Pferdenarren und alle anderen

Pressewartin Andrea Merfeld gab einige Programmtipps: „Am Freitag veranstalten wir zum ersten Mal ab 21 Uhr ein Rudelsingen für alle, und bereits nachmittags um 15.50 Uhr beginnt der Horse-und-Dog-Trail.“ Dabei komme es vor allem auf das harmonische Zusammenspiel von Reiter, Pferd und Hund an. Sehenswert seien zudem die Vier- und Fünfgangprüfungen. „Hier werden bei Einzelprüfungen zu eigener Musik die namensgebenden vier bis fünf Gangarten von Tier und Reiter vorgeführt“, berichtet Andrea Merfeld.

Eine davon sei stets der Tölt. Das ist eine vererbte Spezialgangart von Islandpferden im Vierteltakt, die vom Tempo her zwischen Schritt und Galopp variiere.

Richtern werden die Augen verbunden

Dieser Gang steht auch am Samstagabend um 22.30 Uhr im Mittelpunkt einer Prüfung: beim Akustik-Tölt. Dabei werden den Richtern die Augen verbunden. Die Pferde laufen über eine Holzbrücke, die ihren Schrittklang verstärkt. Und die Juroren entscheiden nach Gehör über die Sauberkeit des Viertakts.

Zudem gibt es Aktionen für Kinder wie Steckenpferdbasteln. Zur Stärkung werden unter anderem selbst gebackene Torten und Kuchen angeboten. Für die teilnehmenden Reiter selbst seien Prüfungen wie der Orientierungsritt spannend, so Andrea Merfeld, und ihre Tochter Svenja fügt hinzu: „Außerdem gehen die Ergebnisse dieses Turniers ins World-Ranking mit ein.“