Diskussion mit Anliegern der Brunnenweg Radschnellweg und Kita-Erweiterung Thema im Belmer Ausschuss

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Werbefahrt auf der Trasse des künftigen Radschnellweges in der Gartlage: (von links) Belms Bürgermeister Viktor Hermeler, Kreisrat Winfried Wilkens und Stadtbaurat Frank Otte. Foto: Gert WestdörpWerbefahrt auf der Trasse des künftigen Radschnellweges in der Gartlage: (von links) Belms Bürgermeister Viktor Hermeler, Kreisrat Winfried Wilkens und Stadtbaurat Frank Otte. Foto: Gert Westdörp

Belm. Mit der Erweiterung der Christus-Kita und die Situation am Brunnenweg beschäftigten sich die Mitglieder des Belmer Bausausschusses in der zurückliegenden Sitzung. Inder Bürgerfragestunde wurde das Thema Radschnellweg nach Osnabrück angesprochen.

Im Bauausschuss der Gemeinde Belm stand unter anderem der Bebauungsplan Nummer XX „Sonderschule Belm“ auf der Tagesordnung. Unabhängig vom Inhalt des Antrags betonte Bauamtschef Uwe Harbig: „Das der Begriff Sonderschule ein alter, damals üblicher Name war und wir heute Förderschule sagen, ist klar – oder?“

 

Kita-Erweiterung zugestimmt

In der Sache geht es darum, dass sich auf dem Gelände des Schulzentrums am Gustav-Meyer-Weg bereits jetzt der Christuskindergarten befindet und dieser zusätzliche Kindergarten- beziehungsweise Krippenräume unmittelbar südlich des  vorhandenen Gebäudes errichten möchte. Dies geht nicht ohne eine Änderung des 1977 erstellten Bebauungsplans, und diese Änderung bezieht sich auch nur auf den entsprechenden Teilbereich des Plans. Dort soll eine eingeschossig eine Erweiterung der Kita möglich sein. Der Bauausschuss stimmte dem Vorhaben einmütig zu. (Weiterlesen: Belm bleibt auf Kosten für neue Kinderkrippe sitzen)

 

Brunnenweg geht nicht bis zur Bergstraße

Außerdem stand der Brunnenweg auf der Tagesordnung des Ausschusses. Die Gemeinde hat in den vergangenen Jahren versucht, Flächen zu erwerben, um den Brunnenweg als Verbindung zwischen der Kolpingstraße und der Bergstraße ausbauen zu können. Da einerseits viele Eigentümer nicht zum Verkauf bereit sind, andererseits jedoch Interesse an den im Bauplan bereits verzeichneten inneren Bauflächen besteht, möchte die Verwaltung nun den Bebauungsplan Nummer VI „Südlich des Heidewegs“ entsprechend ändern. Der Bauausschuss der Gemeinde stimmte einstimmig dafür, dass der Plan, den Brunnenweg bis zur Bergstraße zu verlängern, aufgegeben wird. Die verbleibende Straße soll als 8,50 Meter breite Stichstraße ausgebaut werden.

Die Erschließung weiterer Grundstücke

Zwei weitere Grundstücke sollen auch künftig noch mittels einer kurzen Verlängerung der Brunnenstraße erschlossen werden können. Alle weiteren Gartengrundstücke, die bereits im Bebauungsplan standen und auch weiterhin darin enthalten bleiben, müssen über das „Bauen in zweiter Reihe“ erschlossen werden. Das heißt, die Zufahrten müssen privatrechtlich über die Vorderliegergrundstücke geregelt werden. Zudem sind dort nach der Bauplanänderung nur Einzelhäuser mit einer Wohnung zulässig.

 

Fragen und Anmerkungen

In der Diskussion mit einem Anlieger des Brunnenwegs während der Bürgerfragestunde zeigte sich Bürgermeister Viktor Hermeler zuversichtlich, dass „mittelfristig“ eine Einigung mit einem Grundstücksbesitzer möglich sei, um eine noch fehlende Fläche kaufen zu können. Diese sind nötig, um die Brunnenweg als Stichstraße auf die geplante Breite von 8,50 Meter ausbauen zu können. Die Sorge des Anwohners hinsichtlich der Parksituation sowie einer Beeinträchtigung der Strom- und Wasserversorgung beziehungsweise des Ab- und Regenwassers teilten die Mitglieder des Bauausschusses nicht. Sie stimmten einstimmig für die vorgeschlagene Änderung des Bebauungsplans.

 

Radschnellweg

Die Bürgerfragestunde nutzte auch ein Radler, um nach dem Planungsstand des Radschnellwegs zu fragen: Belm, die Stadt Osnabrück und der Landkreis Osnabrück versuchten derzeit Fördermittel einzuholen, erklärte Harbig. Davon abgesehen würden die Planungen laufen, so der Fachbereichsleiter, der zur letztendlichen Streckenführung noch nichts sagen konnte. Nur so viel: Die Brücken zwischen der Heinrichstraße und dem Powerweg seien aktuell nicht in die Planungen mit einbezogen. Hermeler wiederum verwies auf den noch notwendigen Grundstückserwerb auf der empfohlenen Strecke entlang der Bahnlinie.  


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