Mindestens 80.000 Euro Kosten 22 Geräte auf Belmer Spielplätzen müssen ersetzt werden

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Am Spielplatz Erlenweg in Belm-Vehrte waren fünf Spielgeräten nicht mehr in Ordnung. Foto: Thomas OsterfeldAm Spielplatz Erlenweg in Belm-Vehrte waren fünf Spielgeräten nicht mehr in Ordnung. Foto: Thomas Osterfeld

Belm. Eigentlich hat Belm ein Spielplatzkonzept. Nach und nach werden die Spielplätze umgestaltet und saniert. Doch jetzt gibt es einen Rückschlag für die Gemeinde, denn 22 Geräte auf den Spielplätzen sind defekt und müssen ersetzt werden.

„Wir haben damit nicht gerechnet“, sagte Marcus Hensing, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. Bei Sichtkontrollen, die der Bauhof regelmäßig durchführt, hatte nichts auf größere Probleme hingedeutet und auch das bislang beauftragte Büro hatte keine Beanstandungen. Nachdem der Spielplatz an der Rembrandtstraße neu gestaltet wurde, wurde er offiziell abgenommen. In diesem Zuge entschied sich die Gemeinde, auch alle anderen Spielplätze dieses Mal von der Dekra überprüfen zu lassen, die intensiver prüfen kann. Das Ergebnis überraschte nicht nur die Verwaltung, sondern auch die Mitglieder des Ordnungsausschusses, die in der Sitzung am Dienstag davon erfuhren.

Fünf Spielgeräte am Erlenweg abgebaut

Auf fast allen Spielplätzen sind Geräte betroffen, insgesamt 22. Sie sind stillgelegt und schon abgebaut worden. Besonders gravierend ist das Ergebnis für den Spielplatz am Erlenweg, wo gleich fünf Spielgeräte nicht mehr genutzt werden können. Um allein die Spielgeräte auf den Spielplätzen zu ersetzen, werden etwa 80.000 Euro benötigt. Hinzu kommen noch Kosten für Zäune oder andere Sicherungsmaßnahmen. Außerdem stehen die Ergebnisse der Untersuchungen der Spielgeräte an den Kindergärten und Schulen noch aus.

Von innen morsch

Betroffen sind vor allem Spielgeräte aus Holz. Viele davon sind innen morsch, was man von außen nicht sehen konnte, erklärte Hensing. Außerdem müssen auch die Walzen, die auf den Spielplätzen an der Rembrandstraße und in Haltern stehen, entfernt werden. „Wir müssen unserer Verkehrssicherungspflicht nachkommen“, sagte er.

„Wir müssen Geld in die Hand nehmen“

In der Sitzung des Ordnungsausschusses betonte er: „Wir müssen Geld in die Hand nehmen.“ Hartmut Stagge (SPD) sah das ähnlich: „Wir sind unseren Kindern gegenüber verpflichtet“, sagte er. Die Spielgeräte in mehreren Etappen neu anzuschaffen, schlug dann noch Jens Glatzel (CDU) vor. Einig waren sich die Ausschussmitglieder, dass es Ersatz geben müsse. Das Konzept erarbeitet die Verwaltung.

Unterschiedliche Gutachten

Erstaunt war der Ausschuss vor allem darüber, dass es auch beim Spielplatz an der Rembrandtstraße bereits Mängel gab. Zwar müssen keine Spielgeräte ausgetauscht werden, aber die Dekra beanstandete zum Beispiel Fallhöhen. Andere Gutachter und auch das Planungsbüro kommen hingegen zu anderen Ergebnissen. Die Gemeinde wolle vorsichtshalber aber nachbessern, sagte Hensing.

Zehn bis 15 Wochen Lieferzeit

Bis die Geräte ersetzt werden können, kann es allerdings noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Fachdienstleiterin Birgit Rebenstorf hatte den Ausschussmitgliedern erklärt, dass es momentan zehn bis 15 Wochen dauern kann, bis die Geräte geliefert werden. Deshalb dauert es auch noch ein bisschen, bis der zweite Spielplatz aus dem Spielplatzkonzept Eichengrund/Nelkenweg in Vehrte umgestaltet sein wird. „Er soll aber definitiv noch dieses Jahr eröffnen“, sagte Rebenstorf.

Weitere Spielplätze werden umgestaltet

Der Ordnungsausschuss legte in der Sitzung noch die weitere Reihenfolge der Spielplätze aus dem Spielplatzkonzept fest, die erneuert werden sollen. Zunächst wird der Spielplatz Icker saniert, danach folgt Placken Ellern.


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