Baustart im August Barrierefreie Seniorenwohnanlage in Vehrte geplant

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Belm. An der Ecke Weidenstraße/Vehrter Kirchweg im Zentrum von Vehrte soll bald eine barrierefreie Seniorenwohnanlage gebaut werden. Das Investitionsvolumen für die schlüsselfertige Errichtung liegt nach Angabe des Investors Hagen Massivbau bei rund 1,3 Millionen Euro.

Der Bedarf nach seniorengerechten Wohnungen in Zentrumsnähe ist in den Kommunen zum wichtigen Thema geworden: Ältere Menschen, denen das eigene Haus oder die bisherige Wohnung zu groß geworden ist, möchten ihr Eigenheim verkaufen, aber im gewohnten Umfeld und mit gesicherter Nahversorgung alt werden. Auch in Vehrte sei der Bedarf an seniorengerechten Wohnungen da, ist Marcus Hensing, Kämmerer und Vertreter des Bürgermeisters der Gemeinde Belm, überzeugt.

Ehemalige Spielplatzgelände

Bereits im Mai 2015 hatte der Belmer Gemeinderat entschieden, das rund 973 Quadratmeter große ehemalige Spielplatzgelände an den Projektplaner Maschmeyer Immobilien aus Bad Essen zu verkaufen. Initiiert hatte das Bauvorhaben seinerzeit der Vehrter Ortsbürgermeister Hartmut Stagge: „Mir war wichtig, dass die Wohnanlage zentral in den Ort kommt“, stellte das SPD Ratsmitglied dazu fest. In angrenzender Nähe befinden sich eine Arztpraxis und Apotheke sowie ein Friseur und Blumengeschäft. In naher Zukunft soll außerdem ein sogenannter „Neuer Dorfladen“ die Nahversorgung in Vehrte ergänzen.

Sieben Eigentumswohnungen

Geplant ist ein zweistöckiger Gebäudekomplex mit insgesamt sieben Eigentumswohnungen. Die Wohnungsgrößen liegen zwischen 41 und 105, der Quadratmeterpreis von 2300 bis 2600 Euro im Penthouse-Bereich. Ausgeführt werde die Anlage in gedecktem, hellem Putz, herausragende Gebäudeteile wie ein umlaufendes Staffelgeschoss in Erdtönen, erläutert Architekt Markus Wiekowski, der sein Planungsbüro in Wallenhorst hat. In allen Bereichen des Gebäudes soll „erweiterte Barrierefreiheit“ inklusive einem Aufzug aus den Kellerräumen bis hoch in die Wohnungen realisiert werden. „Der Zutritt zu allen Gebäudeteilen ist stufenlos“, erklärt Wiekowski weiter. In den Wohnungen werde auf Stufen zu den Balkonen oder Dachterrassen verzichtet, ausreichend Wendekreise für Rollstühle eingeplant und die Duschen bodengleich ausgeführt. Auch die elf Stellplätze sollen ohne Höhenunterschiede zu erreichen sein.

Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss

Im Erdgeschoss soll außerdem ein Gemeinschafts- oder Kommunikationsraum eingerichtet werden, in denen Veranstaltungen für die Bewohner oder auch die Öffentlichkeit stattfinden können. Beabsichtigt ist weiterhin ein Dienstleistungsangebot im Betreuungssektor vorzuhalten, das „nach Bedarf“ in Anspruch genommen werden könne, erläutert Projektplaner Karl-Wilhelm Maschmeyer. Seit Mitte März liegt den Planern die Baugenehmigung vor. Geplant ist, im August nach den Sommerferien mit dem Bauvorhaben zu beginnen. Mit der Fertigstellung wird zu Ende 2018 gerechnet.


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