Bauantrag muss genehmigt sein Vehrter Dorfladen wartet auf die Handwerker



Belm. Wo einst die Schalter gestanden haben, ragen nur noch Kabel aus dem Boden und erinnern daran, dass dies einmal eine Sparkassenfiliale war. Doch schon bald rücken die Handwerker an und verwandeln die Räume in den Vehrter Dorfladen.

Der Mietvertrag ist unterschrieben. Jetzt hofft Inge Drachenberg vom Vorstand des Vereins Dorfladen Vehrte, dass der Bauantrag im April genehmigt wird, damit es endlich losgehen kann. Denn sowohl für die Handwerker als auch ehrenamtliche Helfer gibt es genug Arbeit.

Damit aus der ehemaligen Sparkassenfiliale der Dorfladen wird, müssen einige Wände weichen. Schon im Eingangsbereich wird es die erste Änderung geben. Wenn man durch die erste Tür hineingeht, wird rechts ein Durchbruch zu dem dort liegenden Raum führen. Das wird der künftige Kühlraum. Sollten also Anlieferungen außerhalb der Öffnungszeiten erfolgen, können sie direkt in den Kühlraum gebracht werden, erklärt Drachenberg. So werde die Kühlkette nicht unterbrochen.

Mehrer Wände fallen

Um eine größtmögliche Verkaufsfläche zu haben, werden die beiden Räume links vom Eingangsbereich aufgelöst und die Wände abgebrochen. Im linken Bereich sollen die Kasse sowie das Bistro entstehen. Ebenfalls in dieser Hälfte werden entlang der Fenster die Regale sowie im Raum stehende sogenannte Gondeln aufgestellt, die sich von allen Seiten befüllt lassen. In der Mitte des Raumes finden die Kühltruhen ihren Platz. Vor den Fenstern rechts werden die Kühlschränke aufgestellt.

Damit der Blick beim Betreten des Ladens zunächst auf frisches Obst und Gemüse fällt, wird diese Abteilung im rechten vorderen Teil des Raumes platziert. Wo früher der Putzraum und ein weiterer kleiner Raum waren, soll weitere Verkaufsfläche entstehen. Diese wird mit einem Durchbruch an den restlichen Laden angeschlossen. Dort könnten zum Beispiel die Putzmittel stehen, sagt Drachenberg. Wie und wo was am besten steht, dabei beraten die Großhändler den Dorfladen. Darüber ist Drachenberg auch froh.

Küche ist vorhanden

Die Küche der ehemaligen Sparkasse ist noch vorhanden und kann auch vom Dorfladen weiter genutzt werden. Nur ein zweites Waschbecken muss eingebaut werden, weil Lebensmittel nicht im gleichen Waschbecken wie die Hände gewaschen werden dürfen, erklärt Drachenberg. Geplant ist, dass Ehrenamtliche in der Küche Kuchen backen, die im Bistro verkauft werden. Auch belegte Brote und eventuell weitere Kleinigkeiten sollen selbst zubereitet werden. „Das liegt mir sehr am Herzen“, sagt sie. Gleichzeitig wird die Küche auch als Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter dienen.

Abgehend vom Flur, der zum Keller führt, bekommt die künftige Leiterin des Ladens ein kleines Büro, damit sie dort zum Beispiel in Ruhe telefonieren kann. Im kleinen Raum, in dem früher der Geldautomat stand, wird ein Lager entstehen. Lagermöglichkeiten gibt es außerdem im Keller.

Kleinere Einkaufswagen

Auch rund um das Gebäude wird sich einiges ändern. Wer genau hinschaut, kann schon erkennen, wo die Terrasse gebaut werden soll. Grüne Farbe markiert die Fläche. Außerdem soll ein kleiner Unterstand für die Einkaufswagen entstehen. Da im Dorfladen nicht so viel Platz vorhanden ist wie in einem Supermarkt, sind die Wagen kleiner.

Inge Drachenberg wartet sehnsüchtig auf den Startschuss. Sie wünscht sich, dass der Laden nicht nur die Nahversorgung sichert, sondern auch zu einem Treffpunkt in Vehrte wird. Um das Projekt gemeinsam zu stemmen, hofft sie auf zahlreiche ehrenamtliche Helfer. Die nicht tragenden Wände könne man zum Beispiel zusammen abreißen. Auch für das Entfernen des Teppichbodens oder später die Malerarbeiten würden Ehrenamtliche gebraucht. Nebenbei würden so auch die Kosten gering gehalten.


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