Keine Gefahr für Anlieger Entsorgung des Asbests in Vehrte Anfang April geplant

Von Nina Strakeljahn

An der Baustelle in Belm Vehrte Am Bahnübergang der L109 bei der Straße „In den Wiesen“ wurde Asbest im Boden gefunden. Foto: Michael GründelAn der Baustelle in Belm Vehrte Am Bahnübergang der L109 bei der Straße „In den Wiesen“ wurde Asbest im Boden gefunden. Foto: Michael Gründel

Belm. Nachdem auf einem Grundstück an der Baustelle für die Bahnunterführung in Vehrte Asbest gefunden worden ist, bereitet die Deutsche Bahn derzeit mit einer Fachfirma die Entsorgung vor, wie ein Sprecher des Unternehmens auf Nachfrage der Redaktion mitteilte.

„Für uns steht im Vordergrund die Beseitigung und danach die Fortführung der Arbeiten“, sagte der Bahnsprecher weiter. Nach

der derzeitigen Planung könne die Fachfirma Anfang April mit der Beseitigung des Asbestes beginnen.

In welcher Größenordnung Asbest auf der Fläche vorhanden ist, ist nach wie vor unklar. Laut des Sprechers wird das momentan mit der Fachfirma ermittelt und kann voraussichtlich erst nach Abschluss der Arbeiten geklärt werden. Etwa zwei Tage wird die Entsorgung dauern. Eine Verzögerung der Baumaßnahme durch die Entsorgung des Asbestes erwartet der Bahnsprecher nicht.

Bereich ist abgesperrt und abgedeckt

Er betont, dass für die Anlieger keine Gefahr besteht und der Bereich abgesperrt und abgedeckt ist. Wer die Kosten trägt, werde nach der Beseitigung zu einem späteren Zeitpunkt geklärt, sagte der Bahnsprecher.

Für Belms Bürgermeister Viktor Hermeler ist es wichtig, dass die Asbestproblematik auf dem Grundstück schnell erledigt wird, damit diese Gefahrenstelle beseitigt ist. „Ich gehe davon aus, dass alles zielgerichtet abgeklärt wird“, sagte er.

Asbest kann sich in Fasern zerteilen

Laut Umweltbundesamt ist Asbest ein krebserregender Stoff. Asbest kann sich in feine Fasern zerteilen, die sich der Länge nach weiter aufspalten und dadurch leicht eingeatmet werden können. Die Fasern können langfristig in der Lunge bleiben und das Gewebe reizen.

Die Asbestose, eine Lungenverhärtung durch entstehendes Narbengewebe, wurde bereits 1936 als Berufskrankheit anerkannt. Ebenso erwiesen ist laut des Umweltbundesamtes mittlerweile, dass an Arbeitsplätzen mit hoher Freisetzungswahrscheinlichkeit von Asbestfasern, durch die Reizwirkung in der Lunge oder das Wandern der Fasern zum Brust- und Bauchfell, Lungenkrebs beziehungsweise ein Tumor des Lungen- oder Bauchfells entstehen kann.

Entsorgung nur von Fachfirmen

Freigesetzt werden können Asbestfasern zum Beispiel bei unsachgemäßem Umgang oder dem Bearbeiten. Die Entsorgung von Asbest darf nach Angaben des Umweltbundesamtes nur von Firmen ausgeführt werden, die über die erforderlichen personellen und sicherheitstechnischen Voraussetzungen verfügen und eine entsprechende Zulassung der zuständigen Behörde besitzen.


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