Forderung nach Bahnhof-Reaktivierung Aktivisten für Vehrter Bahnhalt treffen SPD-Landespolitiker Gerd Will


Belm. Bei einem Treffen mit dem SPD-Landtagsabgeordneten und Bahn-Experten Gerd Will haben sich Aktivisten und Lokalpolitiker für eine Reaktivierung des Vehrter Bahnhofs eingesetzt. Konkret ging es den Befürworten darum, die Diskussion über alternative Haltepunkte zu beenden.

Irritationen über eine mögliche Alternative zu einem Bahnhalt auf der Höhe des alten Vehrter Bahnhofs gibt es schon seit etwa einem Jahr. Damals hatte Stadtwerke-Vorstand Stephan Rolfes den Vorschlag ins Spiel gebracht, einen neuen Bahnhalt in Belm auf freiem Feld zu errichten. Diese Idee hatte dann offenbar auch die PlanOS übernommen; dem Vernehmen nach soll sich jedenfalls die Planungsgesellschaft für den Nahverkehr in Osnabrück für eine Prüfung möglicher Alternativen zum Vehrter Bahnhalt bei der niedersächsischen Landesregierung eingesetzt haben.

Inititiative „Ein guter Zug für Vehrte/Ostercappeln

Vor allem die Mitglieder der Inititiative „Ein guter Zug für Vehrte/Ostercappeln“ wollen diese Ideen zügig begraben sehen und luden deshalb den SPD-Landtagsabgeordneten und Bahn-Experten Gerd Will zu einem Ortstermin an den alten Vehrter Bahnhof. Dort war es vor allem Johannes Bartelt, Grünen-Politiker und Sprecher der Initiative, der Will erklärte, dass es keinen vernünftigen Grund gebe, von den bisherigen Plänen abzurücken. Und Bartelt weiß viele Unterstützer hinter sich: „Einen neuen Bahnhalt mitten in der Wildnis zu errichten, das ist doch für niemanden nachvollziehbar“, betonte auch Heinrich Klumpe, Vertreter der Bahngewerkschaft EVG.

Pro Bahnhalt Vehrte

Auch Belms Bürgermeister Viktor Hermeler äußerte sich deutlich. „Einen anderen Bahnhalt zu wählen, würde ja bedeuten, dass ich mitten in der grünen Landschaft völlig neu erschließen muss.“

Dieselbe Position vertrat schließlich auch Guido Pott, Fraktionsvorsitzender der Wallenhorster SPD und designierter Landtagskandidat seiner Partei. Er unterstütze die Initiative „Ein guter Zug für Vehrte/Ostercappeln“ - und zwar dezidiert mit einem Bahnhalt in Vehrte.

Verständiger Ansprechpartner

In SPD-Landtagsmitglied Gerd Will fanden Politiker und Aktivisten einen verständigen Ansprechpartner. „Die haben in der Vergangenheit ja nicht alles falsch gemacht“, sagte Will mit Blick auf den alten Vehrter Bahnhalt beziehungsweise Bahnhof. Einen anderen Halt ins Spiel zu bringen nannte er eine „Luxusdiskussion“, in der er keinen Sinn erkenne. „Wir können damit leben, wenn Vehrte in der Liste der zu reaktivierenden Bahnhalte nicht der Erste ist“, sagte schließlich Johannes Bartelt. „Aber was wir eindeutig nicht wollen, ist ein Halt an einer anderen Stelle.“


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