Info-Café war ein Erfolg Dorfladen Vehrte rückt näher

Die geschlossene Geschäftsstelle Vehrte der Sparkasse Osnabrück am Vehrter Kirchweg 23 soll für den Dorfladen umgebaut werden. Foto: David EbenerDie geschlossene Geschäftsstelle Vehrte der Sparkasse Osnabrück am Vehrter Kirchweg 23 soll für den Dorfladen umgebaut werden. Foto: David Ebener

Belm. Es sieht gut aus für das Projekt Dorfladen Vehrte: Der verstärkte Einsatz der Mitglieder und die Einladung des Vereins zum Dorfcafé in den ehemaligen Sparkassenräumen, die für den Laden umgebaut werden sollen, haben Früchte getragen. Vereinsvorsitzende Inge Drachenberg ist zuversichtlich, dass die Mindestzahl von 300 Geschäftsanteilen erreicht und der Traum vom Nahversorgerin Vehrte schon im nächsten Jahr verwirklicht wird.

„Wir hatten gestern Aufsichtsrats- und Vorstandssitzung und haben die Geschäftsanteile gezählt“, berichtete sie am Mittwoch auf Nachfrage und freute sich: „Die Veranstaltung am Sonntag ist richtig gut gelaufen. In den zwei Stunden war die Sparkasse immer voll.“ Und es seien viele neue Gesichter von Vehrtern dabei gewesen, die an den bisherigen Info-Veranstaltungen nicht teilgenommen hätten. Inge Drachenberg sagte, dass der Einsatz der Vereinsmitglieder, die vor dem Kafffeenachmittag am Sonntag noch im Dorf von Haus zu Haus gingen und für die Zeichnung von Geschäftsanteilen waren, zwölf zusätzliche Anteile gebracht habe. Am Sonntag seien noch einmal 14 dazu gekommen: „Jetzt sind wie bei 280 und ganz guter Hoffnung, dass wir die 300 schaffen.“

Einmaliger Beitrag

Wie berichtet, hatte der wirtschaftliche Verein Dorfladen Vehrte die Frist für das Zeichnen von Anteilsscheinen noch einmal verlängert und die Mindestzahl von 400 auf 300 gesenkt. Bis Ende Oktober hatten die Bürger noch Zeit, für einen einmaligen Beitrag von 200 Euro Anteilseigner am geplanten Nahversorgungsgeschäft für Vehrte und zugleich Mitglied im Verein zu werden.

Eigenkapital des Vereins wichtig

Je mehr Anteilseigner zusammenkommen, desto besser. Denn nach den Kostenschätzungen der Wirtschaftlichkeitsberechnung müssten für Umbau, Inventar, Warenerstausstattung und Außenanlegen des geplanten Ladens mit einer Verkaufsfläche von 165 Quadratmetern rund 210000 Euro aufgebracht werden. Davon sind – abgesehen den von 10000 Euro Anschubfinanzierung von der Gemeinde Belm – nur rund 74000 Euro aus EU-Fördermitteln abgedeckt.

Am vergangenen Sonntag konnten sich alle, die bei den bisherigen Veranstaltungsterminen verhindert waren, vor Ort über die Umbaupläne, das Projekt und die Voraussetzung für die Realisierung informieren.

Umbaupläne abgeändert

„Der Umbau wird jetzt etwas anders als im Januar geplant“, erläuterte die Vereinsvorsitzende. Die geänderten Pläne werden jetzt nach ihren Worten beim Amt für Landentwicklung (gemeint ist das Amt für regionale Landesentwicklung, das für Dorferneuerung zuständig ist. Red.) eingereicht.

Parallel dazu werde der Bauantrag bei der Gemeinde gestellt und mit der Sparkasse der Mietvertrag für die Räume am Vehrter Kirchweg endgültig besprochen und abgeschlossen.

„Wenn ein positiver Bescheid vorliegt, dann werden wir die Handwerker beauftragen“, so Inge Drachenberg. Sie setzt darauf, dass sich die viele Arbeit der Vereinsmitglieder, die sich als wirtschaftliche Laien ja erst eine Unzahl von Informationen beschaffen mussten, nun endlich auszahlt und noch viele weitere Vehrte mit ins Boot kommen: „Es wäre schön, wenn wir Tore für den laden nächstes Jahr im Spätfrühling öffnen könnten!“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN