„30 Jahre am richtigen Ort“ Freiwillige Feuerwehr Belm lädt zu Tag der offenen Tür

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Belm. Einsatzübungen, eine umfangreiche Fahrzeug- und Geräteschau, Spiel, Spaß und Informationen für Jung und Alt. All das und mehr bot der Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Belm, die in diesem Jahr das 30jährige Bestehen des Feuerwehrhauses an der Waterloostraße feierte.

Retten, bergen, löschen, schützen. Schon von Weitem konnten Besucher das Signet der Feuerwehr sehen. An der leicht geneigten Drehleiter flatterte die rote Fahne in gut 25 Metern Höhe fröhlich im Wind.

Mit sechs Einsatzfahrzeugen stand am Tag der offenen Tür der gesamte Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr Belm für Vorführungen bereit. Lediglich der historische Löschfahrzug in der Fahrzeughalle war ein „Fremdkörper“ und diente zum Durstlöschen der Besucher.

Austritt von Gefahrgut erste von drei Einsatzübungen

Um die Mittagszeit wurde Groß und Klein die erste Einsatzübung vorgeführt: Der Austritt von Gefahrstoffen vor dem Gerätewagen Umweltschutz erforderte Vollschutzanzüge. „Schwitzt ihr schon?“ fragte Hendrik Seeger einen der Kameraden unter dem Kommando von Zugführer Dirk Freye (zu erkennen an der roten Weste) und erntete ein entschiedenes Nicken.

Die Zuschauer erfuhren, dass der GWG mit einer Säure- und Mineralölbeständigen Spezialpumpe maximal 10000 Liter Gefahrgutstoffe auffangen kann, dass im Ernstfall eine Reinigung der dekontaminierten Einsatzkräfte erforderlich wäre und das alleine in Deutschland etwa 295 Tonnen Gefahrgut pro Jahr von A nach B gefahren werden.

Führungen durch das 1986 eingeweihte Feuerwehrhaus

Bei Führungen durch das Feuerwehrhaus konnten die Besucher zum Beispiel einen unmittelbaren Blick in die Atemschutz- und die Funkwerkstatt werfen. Als Mitglied der Altersabteilung konnte sich der erste Hauptbrandmeister Aloys Wilker noch gut erinnern, wie das alte Feuerwehrhaus am Gustav-Meyer-Weg aus allen Nähten platze und Rat und Gemeinde Anfang der 80er Jahre bewegte, den Neubau auf grüner Fläche voranzutreiben.

„Nach 30 Jahren am jetzigen Standort, der sicherlich der Richtige war, ist wiederum ein Anbau in Form einer freistehenden Halle mit drei Boxen geplant“, schilderte der Ehrengemeindebrandmeister.

Voller Einsatz der Freiwilligen 

Insgesamt 73 Florianjünger waren beim Tag der offenen Tür im Einsatz. Im vergangenen Jahr verzeichneten die Aktiven unter der Leitung von Gemeindebrandmeister Lars von Doom 128 Hilfeleistungen und 41 Brandeinsätze. „Interessierte Jugendliche ab 16 Jahren heißen wir bei unseren Dienstabenden am Donnerstag herzlich willkommen“, betonte Hendrik Seeger.

Ballspritzen, kniffelige Rallye-Fragen und ein großer Luftballonwettbewerb ließen in und rund um das Feuerwehrhaus keine Langeweile aufkommen. Musikalisch wurde das bunte Tagesprogramm vom Spielmannszug Vehrte unter der Leitung von Volker Decker begleitet. In voller Vereinsuniform spielten die 14 Musiker Märsche und stimmungsvolle Potpourris. Scheinbar passend dazu sprangen die kleinsten Besucher auf der Hüpfburg im Takt.

Am Nachmittag simulierten die Florianjünger mit einem schwarzen Fiat Punto und einem dunkelgrünen Polo für Jung und Alt einen Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen. Den spektakulären Abschluss bildete die Bekämpfung eines Zimmerbrands. Diese wurde in einer Holzhütte samt Bett, Tisch und Stühlen auf der grünen Wiese hinter dem Feuerwehrhaus nachgestellt.


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