zuletzt aktualisiert vor

Glandorfs regieren Emotionales Adlerschießen und Schützenfest-Finale in Icker

Von Frank Muscheid

Repräsentanten unter sich (hinten, von links): Sonja Oberwestberg und Christian Preuß-Oberwestberg, Martina und Andreas Glandorf, Kerstin Linkemeyer und Michael Hörnschemeyer sowie Jutta und Frank Thünemann. Davor (von links) Lara Wichmann, Michel Moormann, Magnus Linnemann und Julia Hamacher. Foto: Frank MuscheidRepräsentanten unter sich (hinten, von links): Sonja Oberwestberg und Christian Preuß-Oberwestberg, Martina und Andreas Glandorf, Kerstin Linkemeyer und Michael Hörnschemeyer sowie Jutta und Frank Thünemann. Davor (von links) Lara Wichmann, Michel Moormann, Magnus Linnemann und Julia Hamacher. Foto: Frank Muscheid

Belm. Nach 49 Schuss und Kopf-an-Kopf-Rennen fiel der Adlerrumpf. Die neue Majestät des Schützenvereins Icker heißt Andreas Glandorf. Vereinspräsident Uwe Kriegisch verkündete sie am Montag im Festzelt an der Icker Landstraße vor Hunderten Gästen.

An Andreas Glandorfs Seite repräsentiert Königin Martina Glandorf nun bis 2017 den Verein, als Adjutant unterstützt ihn Michael Hörnschemeyer, zur Adjutantin wählte er Kerstin Linkemeyer. Die Ehrenpaare Sonja Oberwestbwerg und Christian Preuß-Oberwestberg sowie Jutta und Frank Thünemann vervollständigen den Hofstaat der Erwachsenen. Zur Kinder-Königin schoss sich am Montag Julia Hamacher mit dem Rumpf des Adlers. Zum Prinzen ernannte sie Magnus Linnemann, zum Adjutant erkor sie Michel Moormann und zur Adjutantin Lara Wichmann. (Weiterlesen: Redakteurin macht Test: Wenn 1100 Schützen das Dorf regieren )

42 Bewerber

Begleitet vom Spielmannszug Vehrte betraten künftiger und abdankender Hofstaat das Festzelt. „42 Bewerber kämpften um die Königswürde“, verkündete Vereinspräsident Kriegisch, bevor er gemeinsam mit den Gästen das dreifache „Horrido“ auf die neuen Königspaare anstimmte. Mit gravierten Zinntellern ausgezeichnet wurde der alte Hofstaat, der ehemalige König Sascha Krampf zum Unteroffizier ernannt.

Beim ersten Anlauf

Er habe die Königswürde gewollt, betonte Majestät Andreas Glandorf nach dem Ehrentanz mit Königin Martina: „Weil das einfach in den Ort reinpasst, weil es eine schöne Gemeinschaft ist und es einfach Spaß macht, Teil dieser Gemeinschaft zu sein. Alle machen mit, das ganze Dorf ist auf den Beinen, und dann hat man einmal die Chance, dabei zu sein – deshalb wollte ich gern König werden. Ich habe das erste Mal darum mitgeschossen.“ Er ergänzte aber: „Ein bisschen Glück gehört auch dazu.“ Es sei „Schuss um Schuss“ spannend gewesen, „mein Hofstaat stand hinter mir und hat vielleicht mehr gezittert als ich. Aber es hat Spaß gemacht.“

Zusammenhalt, Zusammenarbeit

Im Endspurt stand nach zwischenzeitlich acht Anwärtern Heinz Knostmann, der es weiter versuchen will, sagte er auf Nachfrage. Denn für ihn bedeute der Verein: „Zusammenhalt, Zusammenarbeit, Jung und Alt können miteinander regieren, schätzen sich gegenseitig, jeder profitiert vom anderen. Der Wettkampf war sehr emotional, weil ich schon länger versuche, Schützenkönig zu werden. Es kann nur einer werden, das heißt, man muss kämpfen. Irgendwann sollte es mal klappen“, war er zuversichtlich.

Hilfe für krebskranken Jungen

701 Euro hatte zuvor spontan der alte Hofstaat noch unter Federführung der alten Königin Jenny Krampf für die Kinderkrebshilfe Münster und die Behandlung des krebskranken elfjährigen Leon eingesammelt. Das verkündete Günther Westermann vom Festausschuss. Miteinander wird großgeschrieben, sportliche Konkurrenz war einzig Sache der Adlerschützen: Die Krone schoss Lia Marie Linkemeyer, den Ring Julian Wessel, den Kopf Markus Wessel, das Zepter sicherte sich Vizepräsident Burkhard Jansing, den Reichsapfel Dirk Simon. Rechte und linke Kralle gewannen jeweils Hendrik Lager und Stefan Fänger, der rechte und der linke Flügel ging jeweils an Martin Wessel und Mathias Escher, den Stoß schoss Waldemar Beyer.

Kinder-Königsschießen

Beim Kinder-Königsschießen holte sich Julia Hamacher auch gleich die Krone, Marina Wiesnau den Ring, Marlon Wellmann den Kopf, Nico Wichmann das Zepter und Joanne Altewichard den Reichsapfel. Jeweils rechte und linke Kralle sicherten sich Leon Hamacher und Jan Dünheuft, rechten und linken Flügel jeweils Larina Bolte und Lennard Marquard, den Stoß schoss Lara Wichmann.