3000 Betroffene Evakuierung und Bombenentschärfung am 3. Juli in Belm

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Belm. Rund 3000 Belmer müssen am ersten Juli-Sonntag wegen einer Bombenentschärfung ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Welches Gebiet ist von der Evakuierung betroffen?

Zum fünften Mal seit Februar 2014 ist in Belm ein Bomben-Blindgänger geortet worden. Am Sonntag, 3. Juli, ist die Entschärfung einer mutmaßlichen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Belm geplant.

Evakuierung im Radius von etwa 500 Metern

Nach dem ersten Bombenfund auf der Baustelle der neuen Ortsumgehung auf dem Schinkelberg im Frühjahr 2014 verging kein Jahr ohne weitere Blindgänger-Funde in der Ortslage Belm. Auch jetzt wurde durch Auswertung alter Luftbildaufnahmen und durch die Sondierung vor Ort vermutlich wieder eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Zentrumsnähe geortet. Bevor Sprengmeister Clemens Stolte vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Niedersachsen aus Hannover den Blindgänger entschärfen kann, muss in einem Radius von etwa 500 Metern um die Fundstelle das Gebiet evakuiert werden. Den Radius und damit auch die betroffenen Straßen und Häuser werden ausschließlich vom Sprengmeister im Rahmen seiner Sicherheitsstandards festgelegt. Etwa 3000 Einwohner von Belm sind bei der jetzigen Evakuierung betroffen.

„Die Entschärfung kann erst beginnen, wenn der Evakuierungsbereich vollständig geräumt ist. Wir bitten die betroffenen Bürgerinnen und Bürger daher eindringlich, den Evakuierungsbereich am Sonntag, 3. Juli, bis 10 Uhr zu verlassen und den Anweisungen der Ordnungskräfte Folge zu leisten“, mahnen Bürgermeister Viktor Hermeler und Rainer Kuhlmann vom Fachbereich Bürgerdienste. Anfang nächster Woche, einige Tage vor der Bombenentschärfung, erhalten alle betroffenen Haushalte von der Gemeindeverwaltung eine Postwurfsendung mit allen wichtigen Informationen rund um die Evakuierung. (Weiterlesen: Weitere Bombenentschärfung in Belm)

Transportmöglichkeiten für Kranke

Wichtig ist etwa, dass für bettlägerige oder kranke Personen Transportmöglichkeiten bestehen, die über die Regionalleitstelle Osnabrück (Telefon 0541/323 4455) angefordert werden können. Angegeben werden muss dabei unbedingt, ob die Person sitzend oder liegend transportiert werden kann, ob ansteckende oder infektiöse Krankheiten bestehen oder sogar eine Transportunfähigkeit. „Notwendige Transporte können ab sofort, müssen jedoch unbedingt rechtzeitig vor der Maßnahme angemeldet werden“, sagt Kuhlmann.

Da die Evakuierung und anschließende Entschärfung erfahrungsgemäß mehrere Stunden dauern wird, sollten die betroffenen Bürgerinnen und Bürger auch notwendige Medikamente, Säuglings- oder Spezialnahrung sowie angemessene Kleidung mitnehmen. Außerdem sollte darauf geachtet werden, vor dem Verlassen der Wohnung Elektro- und Gasgeräte auszuschalten. Zudem sollen keine Kerzen mehr brennen und alle Wasserhähne geschlossen sein. Insbesondere in den Häusern an der Stettiner Straße dürfen während der Evakuierung keine Geschirrspül- und Waschmaschinen laufen, da dort für die Dauer der Evakuierung das Wasser abgestellt wird. „Anwohner werden gebeten, insbesondere auch alleinstehende ältere Nachbarn sowie ausländische Mitbürger über die Evakuierungsmaßnahme zu informieren“, betont Rainer Kuhlmann.

Evakuierungszentrum in der Johannes-Vincke-Schule

Für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger steht während der Dauer der Maßnahme ein Evakuierungszentrum in der Johannes-Vincke-Schule am Heideweg 24 zur Verfügung. Das Mitbringen von Haustieren ist dort jedoch nicht erlaubt, diese können, falls möglich, in der Wohnung bleiben.

Die Straßen im Evakuierungsbereich sind am 3. Juli ab 10 Uhr gesperrt. Der Linienverkehr des Verkehrsbetriebs läuft bis 11 Uhr regulär weiter, von 11 Uhr bis zum Ende der Maßnahme fahren die Busse nur über Bremer Straße, Up de Heede/Konrad-Adenauer-Straße und Lindenstraße. Den Notdienst der Falkenapotheke übernimmt am Evakuierungstag die Widukind-Apotheke in Osnabrück (Widukindplatz 4).

Informationsmöglichkeiten

Für Fragen rund um die bevorstehende Evakuierungsmaßnahme ist am Freitag, 1. Juli, von 8 bis 18 Uhr, am Samstag, 2. Juli, von 9 bis 18 Uhr und am Evakuierungs-Sonntag, 3. Juli, von 8.30 Uhr bis zum Ende der Maßnahme unter Telefon 05406 505-0 ein Bürgertelefon eingerichtet. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.belm.de.

„Die regionalen Medien und Rundfunkstationen werden von uns während der Evakuierungsmaßnahme auf dem Laufenden gehalten. Sobald die Bombe entschärft ist und alle wieder in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren können, wird das sicherlich in den sozialen Netzwerken der Medien sowie über Rundfunkmeldungen veröffentlicht“, versichert Kuhlmann. Beginn und Ende der Maßnahme werden außerdem über den Warn- und Informationsdienst des Landkreises KATWARN bekanntgegeben.

Das betroffene Gebiet

Im Einzelnen sind folgende Straßen und einzelne Häuser betroffen (Sofern hinter dem Straßennamen keine Hausnummer angegeben ist, muss die Straße beidseitig und auf ganzer Länge evakuiert werden):

Am Buchenbrink (Hausnummern 12-15), Am Westerteich, Bergstraße (2-24 und 45), Bremer Straße (70, 76, 86, 88), Breslauer Ring, Bröckerskamp, Brunnenweg, Bodelschwinghweg, Bonhoefferstraße, Danziger Straße, Drosselweg, Frankfurter Straße, Geschwister-Scholl-Str. (35), Goerdelerstraße, Grenzweg (1-4, 6, 8, 10, 12, 14), Grüner Brink, Gustav-Meyer-Weg (25, 27), Heideweg (26 - 100), Humboldweg, Im Winkel, Ketteler Straße (18, 20, 22, 24-43), Kiebitzweg, Königsberger Straße, Kolpingstraße, Kornweg, Kurt-Schumacher-Str., Leconskamp, Leonardskamp, Marktring, Pestalozzistraße (1 - 2), Placken Ellern (41, 43, 45, 47, 49), Ringstraße (81, 83, 85, 85A, 116), Reichweinweg, Richtstättenweg (2), Schweitzerstraße (18-24), Schulstraße, Stettiner Straße, Wacholderweg, Waterloostraße, Wichernstraße, Zum Sportplatz.


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