Kommunalwahl 2016 FDP plant Comeback in Belm und Wallenhorst

Von Sandra Dorn

Rainer Voßgröne kandidiert wieder für den Gemeinderat in Belm. Foto: Egmont SeilerRainer Voßgröne kandidiert wieder für den Gemeinderat in Belm. Foto: Egmont Seiler

Belm/Wallenhorst. Die FDP plant ein Comeback in Belm und Wallenhorst und will auf kommunaler Ebene wieder mitreden. Während mit dem ehemaligen Landtagskandidaten und Ex-FDP-Kreisvorsitzenden Rainer Voßgröne bereits ein Kandidat für den Belmer Rat feststeht, ist noch offen, ob die FDP dieses Mal in Wallenhorst wieder eine Liste aufstellen kann.

Thematisch aufstellen wollen sich die Liberalen für Belm und Wallenhorst bei einer gemeinsamen öffentlichen Kommunalwahlkonferenz am Dienstag, 12. April, ab 19 Uhr im Hotel Lingemann (Vehrter Landstraße 21) in Rulle. Diskutiert werden soll über die Fragen „Was macht die Ratsarbeit aus?“ und „Was sind die Themen, die Belm und Wallenhorst bewegen?“. Weder in Belm noch in Wallenhorst ist die FDP seit 2011 in den Gemeinderäten vertreten.

Wahlen am 11. September

Am 11. September 2016 finden die nächsten Kommunalwahlen statt. Die Wähler entscheiden dann über die Zusammensetzung der Gemeinderäte und des Kreistags. Die Gemeinden Belm und Wallenhorst bilden zusammen den Wahlbereich vier für den Kreistag, deshalb haben die Liberalen die beiden Kommunen für ihre Konferenz zusammengelegt. Für Kandidaten gilt: Für das jeweilige Gemeindeparlament kann nur kandidieren, wer auch in der Gemeinde wohnt.

In Belm 2011 gescheitert, in Wallenhorst gar nicht angetreten

In Belm scheiterten Voßgröne und sein Parteikollege Rainer Kowollik 2011 beim Versuch, einen Sitz im Gemeindeparlament zu erringen – in Wallenhorst waren die Freien Demokraten gar nicht erst angetreten. In der Legislaturperiode davor (2006 bis 2011) hatte die FDP sowohl in Belm als auch in Wallenhorst je einen Sitz.

Voßgröne: Zwei bis drei Kandidaten in Belm

„Wir werden in Belm mit zwei oder drei Leuten antreten“, sagt Rainer Voßgröne, der den Vorsitz der Kreis-FDP im vergangenen Jahr abgab, neuer Kreisvorsitzender ist der Bad Iburger Matthias Seestern-Pauly. Es gebe „viele starke Themen“ in Belm, sagt Voßgröne – konkreter solle es nach der Konferenz werden.

„Wollen Alternative bieten“

„Als Freidemokraten wollen wir den Wählern ein politische Alternative zu den anderen Parteien anbieten“, sagt der stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende Daniel Eling. Fürs Erste ist er Ansprechpartner in Wallenhorst, kann dort aber nicht selbst kandidieren, da er aus der Gemeinde wegzieht. „Als FDP Kreisverband wollen wir den Bürgern landkreisweit in allen zehn Wahlkreisen ein Wahlangebot für die Wahl zum Kreistag unterbreiten“, sagt Eling. Er und seine Parteikollegen wollen bei der Kommunalkonferenz am 12. April außerdem „diskutieren, welche Themen und Fragestellungen eine liberale Partei vor Ort in Belm und Wallenhorst ansprechen sollte und welche Lösungskonzepte wir uns als Freidemokraten hierzu vorstellen“, sagt Eling. „Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Freidemokraten wird neben dem gewissenhaften Umgang der Kommunen mit dem Geld der Bürger (Haushaltspolitik) vor allem auch der Erhalt der bestehenden Schulstruktur im Landkreis Osnabrück sein. Hier setzen wir uns dafür ein, dass auch zukünftig alle bestehenden Schulen vor Ort erhalten bleiben, damit Schüler und Eltern eine echte Wahlmöglichkeit haben.“

Kandidaten gesucht

Interessenten für eine Kandidatur in Belm oder Wallenhorst können sich bei Daniel Eling melden. Er ist erreichbar unter der Nummer 0176/60972943.

Website

Übrigens: Wer im Internet nach „FDP Belm“ sucht, landet unweigerlich auf www.fdp-belm.de . Gegner hatten sich bei der Wahl 2011 die Web-Domain gesichert. Darauf zu sehen: Ein schwarzer Hund, dem mit Sprechblasen unter anderem der Satz „Ich würde niemals FDP wählen“ in den Mund gelegt wird. Im Text darunter wird die Wahlniederlage der Freien Demokraten von 2011 in Belm gefeiert: „www.fdp-belm.de steht für Fast Drei(3) Prozent.“ Für die Domain will der Webmaster knapp 2000 Euro haben, steht dort weiter. „Das ist meiner Ansicht nach nicht in Ordnung“, kommentiert Rainer Voßgröne die Aktion.


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