Land bewilligt 563.000 Euro Belm bekommt Zuschuss für Vehrter Bahnunterführung

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Für die Beseitigung des Bahnübergangs am Wittekindsweg und an der Lechtinger Straße (L109) im Ortsteil Vehrte erhält die Gemeinde Belm einen Zuschuss von 563000 Euro. Foto: Gert WestdörpFür die Beseitigung des Bahnübergangs am Wittekindsweg und an der Lechtinger Straße (L109) im Ortsteil Vehrte erhält die Gemeinde Belm einen Zuschuss von 563000 Euro. Foto: Gert Westdörp

Belm. Für die Beseitigung der Bahnübergänge am Wittekindsweg und an der Lechtinger Straße (L109) im Ortsteil Vehrte erhält die Gemeinde Belm einen Zuschuss von 563000 Euro. Eine entsprechende Förderzusage hat jetzt das Land Niedersachsen getroffen.

„Wir freuen uns, dass wir dazu per Post vom Land die erste Information über eine Förderzusage des Landes erhalten haben“, sagt der Sprecher der Gemeindeverwaltung, Dirk Meyer. Eine Überraschung ist das Schreiben allerdings nicht. „Die angekündigte Fördersumme entspricht dem Betrag, den die Gemeinde Belm im Rahmen des Niedersächsischen Gemeinde-Verkehrs-Förderungsgesetzes beantragt hat.“

Konflikte an der Landesstraße

Die Gleise der Strecke von Osnabrück nach Bremen führen mitten durch Vehrte. An der Landesstraße 109 (Lechtinger Straße), am Wittekindsweg und „An der Haarener Grenze“ kreuzen die Schienen Straßen. Schranken regeln den Verkehr, insbesondere an der L 109 entstehen Konflikte. 86 Züge rattern täglich über die Schienen. Laut einer „Zugmengenprognose“ der Bahn AG steigt die Zahl bis 2025 auf 105. Die Beseitigung der höhengleichen Bahnübergänge an der L 109 und am Wittekindsweg soll noch dieses Jahr in Angriff genommen werden – eine kostspielige Sache. An der Lechtinger Straße wird eine Unterführung gebaut, der Wittekindsweg wird verschwenkt und nördlich der Bahnlinie mit einem Kreisverkehrsplatz an die L109 angebunden.

Eisenbahnkreuzungsgesetz regelt Zuständigkeiten

Das Eisenbahnkreuzungsgesetz regelt die Finanzierung solcher Vorhaben. Zu gleichen Teilen übernehmen der Träger der Straße, der Träger der Schienen und der Bund die Kosten. Beim geplanten Trog an der L 109, eine Art Tunnel, sind Bund, Bahn und Land gefordert. Bei der geplanten Beseitigung des anderen Bahnübergangs und der geplanten Verlegung des Wittekindswegs kommt die Gemeinde ins Spiel.

Förderung von 60 Prozent

„Die Gemeinde Belm beteiligt sich an der Baumaßnahme in Kooperation mit Bahn und Land mit einem Gesamtbetrag von 1,19 Millionen Euro“, sagt Meyer. Förderfähig seien 60 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Kommune macht folgende Rechnung auf: Von den 1,19 Millionen Euro sind 937604 Euro förderfähige Kosten, 60 Prozent davon macht 562562 Euro.

Baubeginn Ende 2016

Im Belmer Haushalt sind die Kosten für die Baumaßnahme auf vier Jahre verteilt: 30000 Euro 2016, 900000 Euro 2017, 200000 Euro 2018 und 60000 Euro 2019. Laut Meyer ist der Baubeginn für das vierte Quartal 2016 geplant. Im August des vergangenen Jahres visierte die Deutsche Bahn das Ende der Bauarbeiten für Frühjahr 2018 an.

Rückschau ins 19. Jahrhundert

Dass die Genehmigung und Durchführung solcher Bauvorhaben ihre Zeit brauchen, davon können die Belmer ein Lied singen. Der ehemalige Bürgermeister Bernhard Wellmann zitierte 2011 in einer Ratssitzung aus einem alten Dokument, in dem die „Anlage einer Wegunterführung am Bahnhof Vehrte“ abgelehnt wird. Das Datum des Schreibens irritiert: „Münster, d. 7. 11. 99“ – nicht 1999, sondern 1899, Absender war die Königliche Eisenbahn-Direktion (Weiterlesen: Weiterere Berichte aus Belm in Ihrem Ortsportal ).


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