Alte Geschichten lebendig machen Bibelgeschichten in Belmer Kindergarten

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Für die Bibelgesellschaft Osnabrück entwarf Erzählerin Sabine Meyer die „Geschichten unter dem Regenbogen“. Die kleine Maus „Pimpel“ war bei ihrem Gastspiel in Belm stets mitten drin – genau wie die Kindergartenkinder. Foto: Johanna KollorzFür die Bibelgesellschaft Osnabrück entwarf Erzählerin Sabine Meyer die „Geschichten unter dem Regenbogen“. Die kleine Maus „Pimpel“ war bei ihrem Gastspiel in Belm stets mitten drin – genau wie die Kindergartenkinder. Foto: Johanna Kollorz

Belm. Im evangelisch-lutherischen Christus-Kindergarten Belm standen jetzt biblische Geschichten für Kinder auf dem Programm. Rund 30 Vorschulkinder gingen mit dem Erzähltheater Osnabrück und der kleinen Stoffmaus „Pimpel“ auf Entdeckungstour durch drei lebendig vermittelte Bibelgeschichten.

„Geschichten unter dem Regenbogen“ lautet das Motto der Erzählstunde, auf die Sabine Meyer die erwartungsvollen Kinder mit sanften Klängen auf der Hokema (eine kleine, handliche Kalimba) einstimmt. Dann holt die Erzählerin das pfiffige kleine Stofftier hervor, das sich den Mädchen und Jungen vorstellt.

„Könnt ihr mir sagen, wie der Regenbogen an den Himmel kommt?“, fragt Pimpel die Sterne, die den Menschen seit jeher Geschichten erzählen und silbrig auf dem Vorhang über ihm prangen.

Geschichte der Arche Noah erzählt

Beim Erzählen von der Arche Noah bittet Sabine Meyer die Kinder und ihre Erzieherinnen um Hilfe. Eifrig ahmen sie kurz darauf ihre Armbewegungen nach – formen große und kleine Tiere, dicke und dünne, welche die fliegen können und andere mit einem langen Rüssel.

Auch beim Darstellen der 40-tägigen Regenzeit oder beim Zählen der anschließend vergehenden Tage und Nächte, bis das Wasser sinkt und für Mensch und Tier endlich wieder Land in Sicht ist, sind alle dabei. Mit den Worten: „So wisst ihr nun alle – und unser kleiner Pimpel – wie der Regenbogen an den Himmel kam“, endet die erste Bibelgeschichte, die Pimpels „Urururururgroßeltern“ selber miterlebt haben wollen.

In Geschichten einfinden

„Die Kinder können sich leichter in Geschichten einfinden, wenn sie einer Figur begegnen, die immer wieder auftaucht“, erklärt Sabine Meyer ihre Vorgehensweise. Während der Mäuserich bereits die nächste Geschichte von Jona und dem Wal träumt, zieht die Erzählerin zusammen mit Leif (5) einen Regenbogen aus einem Karton und zaubert ihn an den Himmel.

Zu Beginn der Geschichte vom barmherzigen Samariter darf auch Milana (ebenfalls 5) helfen: Vorsichtig öffnet sie das kleine Tischtheater mit den von Hand gemalten Bildern, auf denen ein Protagonist natürlich nicht fehlen darf: Pimpel. Als die Leitfigur zum Ende der Erzählung mit einem Blaulicht auf dem Kopf erscheint und sich dank eines hilfsbereiten Mannes mit Esel doch noch alles zum Guten wendet, lachen die Kinder vergnügt.

Bibelgesellschaft seit 200 Jahren aktiv

Mit einem „Dank für offene Ohren und Augen“ und dem Aufruf, die Geschichten weiterzuerzählen, verabschiedet sich „Pimpel“ von seinem jungen Publikum. „Die Kinder waren mitten drin, die ganze Dreiviertelstunde lang“, zeigt sich auch Kita-Leiterin Gaby Seling zum Ende der Darbietung zufrieden.

Das Gastspiel im Christus-Kindergarten fand aus Anlass des 200-jährigen Bestehens der Osnabrücker Bibelgesellschaft statt, die zehn solcher Aufführungen in Stadt und Landkreis finanzierte. „Ob das Pilotprojekt weitergeführt wird, ist noch offen. Unabhängig davon können Interessierte die Geschichten unter dem Regenbogen auch direkt bei uns im Erzähltheater buchen“, betont Sabine Meyer und lässt den „heimlichen Star“ der Produktion bis auf Weiteres in einer Schachtel verschwinden.


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