Neue Akzente im Jubiläumsjahr 2015 Weihnachtsmarkt in Belm-Vehrte mit guter Resonanz

Von Stefan Buchholz


Belm. Neue Akzente setzte die Vehrter Johannesgemeinde auf ihrem Weihnachtsmarkt im Jubiläumsjahr. Trotz Wind und Regen zeigten sich die Veranstalter sehr zufrieden mit der Resonanz.

Gut geschützt konnte der Töpferkreis Margret Machner seine Kunstwerke im Kirchenraum präsentieren. Die drei Keramikexpertinnen stellten zum ersten Mal auf dem Weihnachtsmarkt der Johannesgemeinde aus. Mitgebracht hatten sie Deko-Ideen für Drinnen und Draußen mit gelungenen Farbkombinationen. Früchte, Frauen vom afrikanischen Kontinent und Häuserreihen sind die neuesten Kreationen, sagte Margret Machner.

Sie selbst hatte auch Neues vorzustellen. „Ich habe Ton und Holz kombiniert.“ So verband sie ein Stück Fachwerkholz mit einem geflügelten Pferd. Oder: Inspiriert von Venedig verarbeitete sie eine kunstvoll getöpferte, italienische Pforte mit einem Holztablett. „Das wirkt nun wie ein Wandrelief“, meinte die Tonkünstlerin.

Schweißen nach Schutzgasmethode

Zum ersten Mal stellte auch Ursula Schreiber aus. Sie hat vor einem Jahr begonnen, Hufeisen zusammen zu schweißen. „Ich habe das mal irgendwo gesehen und gedacht: Das will ich auch machen“, sagte die Vennerin. Zunächst reichte für ihre Kunst noch ein Schweißgerät vom Discounter. Doch mittlerweile arbeite sie schon nach der Schutzgasmethode. Neben originell geschweißten Tieren aus den ehemaligen „Pferdeschuhen“, zeigte sie in Vehrte auch Deko-Pyramiden und Kränze aus Eisen.

Deko-Pyramiden und Kränze aus Eisen

Eine Premiere gab es in diesem Jahr auch aus dem Bereich „Küche und Co.“: Der Kirchenvorstand bot hausgemachte Hühner-, Rote Bohnen- und Gulaschsuppe an. Trotz guter Nachfrage nach dem wärmenden Essen, konnte immer noch ein Topf nachgelegt werden.

21 Beutel Schwarzbrot, 30 Stuten und 50 Tüten mit Plätzchen wurde sie los

Das war bei Karin Oldenburg nach dreieinhalb Stunden nicht mehr der Fall: Sie hatte zu dem Zeitpunkt schon sämtliche selbstgebackene Leckereien verkauft. „Mein Mann hat noch gesagt: Da werden wir wohl im nächsten halben Jahr nur Plätzchen essen – doch ich meinte, warte mal ab“, erzählte Karin Oldenburg an ihrem leergefegten Stand. 21 Beutel Schwarzbrot, 30 Stuten und 50 Tüten mit Plätzchen wurde sie los. „Der Erlös geht an meine Enkelin, die gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr in Südafrika macht.“

Mit Beginn der Dämmerung tauchte plötzlich auch der Nikolaus auf. Ein gutgelaunter, denn statt Hieben mit der Rute verteilte er an Kinder Obst und Süßes. „Trotz des nicht einladenden Wetters sind wir insgesamt sehr zufrieden, dass doch so viele Leute gekommen sind“, zog die Kirchenvorstands-Vorsitzende Ruth Jarecki ein positives Schlussfazit.