Auch P+S baut noch nicht Rossmann in Belm: Eröffnung verzögert sich

Von Sandra Dorn

Seit Sommer steht der Bauzaun an der ehemaligen Schlecker-Filiale in Belm. Doch Rossmann wird wohl erst Mitte 2016 dort einziehen. Foto: Archiv/Jörn MartensSeit Sommer steht der Bauzaun an der ehemaligen Schlecker-Filiale in Belm. Doch Rossmann wird wohl erst Mitte 2016 dort einziehen. Foto: Archiv/Jörn Martens

Belm. Auf die Eröffnung der geplanten Rossmann-Filiale am Marktring in Belm müssen die Belmer länger warten als gedacht. „Wir gehen derzeit davon aus, erst Mitte 2016 eröffnen zu können“, gab ein Unternehmenssprecher auf NOZ-Anfrage an. „Es scheint baurechtliche Probleme zu geben.“ Ursprünglich war eine Eröffnung für Ende 2015/Anfang 2016 geplant.

Beim jüngsten Bürgerforum am Marktring äußerten einige Anwohner bereits Zweifel, ob das zeitlich noch hinhauen könne. Entkernt ist das Gebäude längst, doch dort tue sich nun schon seit einer Weile nichts mehr, berichteten sie. „Doch, die sind auf dem Dach derbe am Arbeiten“, korrigierte Harald Schulte, der direkt gegenüber, nämlich über seinem Marktcafé wohnt.

Marcus Hensing, im Belmer Rathaus für die Marktringsanierung verantwortlich, ging vor einer Woche auch noch davon aus, dass es beim angepeilten Eröffnungstermin Anfang 2016 bleibe. Die Gemeinde begleite das Projekt allerdings nur, erläuterte er. Nicht ihr gehört das Gebäude, sondern der Friedhelm-Ortmann-Stiftung.

Belebung des Marktrings erhofft

Im Juli hatten Bürgermeister Viktor Hermeler und Uwe Rhode, der das Gebäude für die Friedhelm-Ortmann-Stiftung verwaltet, von den Plänen Rossmanns berichtet. Die Gemeinde erhofft sich von Rossmann eine Belebung des Marktrings, der trotz Sanierung von Marktring und Fußgängerzone seit der Schlecker-Pleite vor drei Jahren oft wie ausgestorben ist. Mehr Leben hat das Restaurant Le Feu gebracht, das im Juni am Marktplatz eröffnet hat. „Das ist eine durchaus gelungene Sache“, lobte Hensing. „Der Inhaber ist auch sehr zufrieden.“ Le Feu hat aber unter der Woche immer erst ab 17 Uhr geöffnet – ein Frequenzbringer, wie ihn sich viele Einzelhändler am Marktring wünschen, ist es daher nicht. Für die noch leer stehende kleine Gewerbefläche neben Le Feu gebe es Interessenten, deutete Hensing an.

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Und wann baut P+S?

Auch das Vorhaben des Bohmter Investors P+S, auf dem Grundstück Marktring 13 ein seniorengerechtes Wohnhaus zu bauen, verzögert sich weiter . „Das Genehmigungs- und Statikprüfverfahren zieht sich ungewöhnlich lange hin“, sagte Hensing. „Das ist sehr bedauerlich.“ Andreas van der Meulen von P+S sagte auf NOZ-Anfrage, er warte jetzt seit mehr als drei Monaten auf die geprüfte Statik. In Kürze müsse sie vorliegen, so van der Meulen.

„Arbeiten mit Hochdruck daran“

Parallel laufe bereits das Ausschreibungsverfahren. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass wir da loslegen können“, sagte van der Meulen. 18 barrierefreie Eigentumswohnungen sind geplant. Das Grundstück hatte die Gemeinde im Zuge des Städtebauförderprogramms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ erworben mit dem Ziel, es an einen Investor weiterzuverkaufen. P+S erhielt im Sommer 2013 den Zuschlag. Nach einigem Hin und Her stellte das Unternehmen im Frühjahr den Bauantrag, im August erhielt es die Baugenehmigung – nur die geprüfte Statik fehlt noch.

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