Ohne Pomp und Schnörkel Geradliniger Rock von „c.our.age“ in Belm

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Bassist Volker Warskulat und Sängerylvia Jenssen suchten immer eng am Bühnenrand den Kontakt zum Publikum. Foto: Horst TroizaBassist Volker Warskulat und Sängerylvia Jenssen suchten immer eng am Bühnenrand den Kontakt zum Publikum. Foto: Horst Troiza

Belm. Rockmusik ohne Pomp und Schnörkel bot die Band „c.our.age“ bei ihrem Auftritt beim Belmer Kultursommer. Etwa 300 Besucher auf dem Marktring genossen die Mischung aus Eigenkompositionen und Coverversionen aus dem Rock- und Blues-Genre.

Im 14. Jahr seines Bestehens ist der Belmer Kultursommer eine feste Größe bei den Open-Air-Veranstaltungen in und um die Stadt Osnabrück geworden. Wo zu Beginn ausschließlich lokale Musikgruppen wie der Männergesangverein oder auch ein Posaunenchor auf der Bühne gestanden haben, besteht das Programm heute aus semi-professionellen Bands mit künstlerischer Performance.

So auch die Band „c.our.age“, die in wechselnden Besetzungen seit mehr als 30 Jahren durch das Osnabrücker Land und umgebende Regionen tourt. Die sechs in Belm spielenden Musiker sind seit gut zehn Jahren zusammen und bilden eine homogene Gruppe, die sich vom handfesten Stil des Rock und Blues inspirieren lässt. Coverversionen von Bonamassa, Etheridge, Prince und Roger Chapman spielt die Band ebenso lebhaft und rassig wie Eigenkompositionen, die einen Auftritt von „c.our.age“, ausgesprochen „see our age“, zu einem echten Erlebnis machen.

Erkennungszeichen sind die ausdrucksvolle Stimme von Frontfrau Sylvia Jenssen, das Zusammenspiel der beiden Keyboarder Ralf Gravemann und Matthias Huck sowie das ausgereifte Spiel von Gitarrist Juergen Mathes. Für den Rhythmusbereich sind Drummer Dirk Schwan und Bassist Volker Warskulat zuständig, der zudem Sylvia Jenssen am Mikrofon unterstützt und mit ihr zusammen den Kontakt mit dem Publikum sucht.

Die erfahrenen Musiker bekamen die Besucher auf dem Marktring mit ihrem ausgefeilten Stil schnell in den Griff. Eigene Kompositionen wie „Just what you say“, und „One or Zero“ oder Jeff Beck´s „People get ready“ und Beth Hart´s „One eyed Chicken“ waren nur einige der gut 30 Titel, die das Publikum auf dem Marktring in Schwung brachten. Beachtenswert waren die zweifellos starke Stimme von Jenssen, die sich irgendwo zwischen Grace Slick, Maggie Bell und Inga Rumpf bewegt, und das filigrane Spiel von Jürgen Mathes, der völlig unaufgeregt die Fingerspitzen über die Saiten gleiten ließ. Der Besuch hatte sich ohne Wenn und Aber gelohnt. Abgesehen von der qualitätsvollen Performance von „c.our.age“ trug die köstliche Bewirtung zu einer Stimmung zu, die alle Nichturlauber auf dem Marktring an südliche Gestade denken ließ.


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