Musik umsonst und draußen Drei Brüder erbobern die Kultursommer-Bühne in Belm

Von Claudia Sarrazin


Belm. Zu den Besonderheiten der Belmer Konzertreihe Kultursommer zählt die Bandbreite der auftretenden Musikgruppen. Diesmal kamen „Hinz hoch zwei“, zwei Brüder mit ihren Akustikgitarren, die zeitweise auch noch ihren dritten Bruder mit auf die Bühne holten.

Wieder einmal hatten die Belmer bei ihrem Kultursommer richtig Glück mit dem Wetter: Während es morgens noch heftig gewittert hatte, schien abends die Sonne als die Besucher nach und nach auf dem Marktring eintrudelten. Auf der Kultursommer-Bühne spielten Daniel und Sebastian Hinz von „HinzHochZwei“ zur Einstimmung unter anderem den „Simon & Garfunkel“-Hit „Mrs. Robinson“ und ruhigere Songs wie „Aint no sunshine anymore“. 

Stammgäste und Neuzugänge

Marion und Klaus Kubiniok waren zum ersten Mal beim Kultursommer. „Wir fahren sonst immer nach Bramsche, aber das hier ist auch gut gemacht“, fand Marion Kubiniok und ihr Mann fügte hinzu: „Mir gefällt es hervorragend.“ Auch Magret Rammers, die zu den Stammgästen der Veranstaltung zählt, war zufrieden: „Mir gefällt es wie jeden Freitag ausgesprochen gut.“ 

Drei Brüder rocken die Belmer Bühne

Gut gelaunt waren auch die Hinz-Brüder, die zum ersten Mal auf der Kultursommerbühne standen. „Wir waren auch tatsächlich noch nie vorher in Belm“, berichtete Daniel Hinz, und fügte hinzu: „Aber ich finde es super, dass es hier so eine traditionsreiche Veranstaltung gibt.“ Auch die Bandbreite der dargebotenen Musikstile und Bands gefiel Hinz: „Das ist eine gelungene Mischung.“ Er selbst spielt seit 2006 gemeinsam mit seinen Brüdern in der Formation „HinzHochZwei“. „Das ist aus einem Unfall heraus entstanden, ein Freund hat uns gebeten, auf seiner Hochzeit handgemachte Musik zu spielen“, so Daniel Hinz, der zunächst in Belm mit seinem Bruder Sebastian auf der Bühne stand. Und dieser stellte in einer Pause fest: „Es ist toll hier und macht ganz großen Spaß, wir spielen gerne draußen.“ Außerdem wäre es toll, „das die Leute hier mit an Bord bleiben“. Nach der Pause kam auch noch der dritte, der musikbegeisterten Brüder aus dem Kreis Herford auf die Bühne: Benjamin. „Er singt und performt mit, und wir singen dann natürlich dreistimmig“, kündigte Sebastian Hinz an, der auch als Schlagzeuger erfolgreich ist, bei Auftritten mit seinen Brüdern aber ebenso wie Daniel Hinz Akustikgitarre spielt. Die drei ließen in Belm 60 Jahre Musikgeschichte Revue passieren, wobei der Schwerpunkt auf Songs der 1950er- und -70er-Jahre lag.

Begeistertes Publikum

„Da denkt man, heute machst Du mal einen ruhigen Kultursommer-Abend mit zwei Akustik-Gitarren, und dann rocken die drei Hinz-Brothers gepflegt den Marktplatz“, stellte Kultursommer-Organisator Dirk Meyer später begeistert fest, und er fügte hinzu: „Das war Party vom Feinsten, und von den 400 Kultursommer-Fans wurde mir mehr als einmal zugeraunt: Das ist Spitze.“ Dieser Meinung war Wolfgang Spreckelmeyer gewesen, der zwar noch auf seinen Lieblingssong „Summer of 69“ hoffte, aber auch so schon von den Brüdern Hinz ganz angetan war. Und Meyer zog das Fazit: „Die Jungs aus Herford hatten anscheinend selber mächtig Spaß auf der Bühne, mussten reichlich Zugaben geben und haben mir versichert, im nächsten Jahr wieder zum Kultursommer nach Belm zu kommen.“