Zwischennutzung am Belmer Marktring Kunstausstellung immer parallel zum Kultursommer geöffnet

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Belm. Die Zwischennutzung von leeren Läden ist in vielen Städten ein Thema, nun hat auch Belm ein gelungenes Beispiel zu bieten: Die Nartur Kunstgruppe nutzt derzeit ein leer stehendes Geschäft am Marktring 17 in Belm für ihre Ausstellung „Down Town Boogie-Woogie“.

Einen „schönen, qualitativ hochwertigen Querschnitt ihrer aktuellen Arbeiten“ zeigt die Nartur Kunstgruppe , bestehend aus Stefan Wiesnau, Moritz Neuhoff, Henning Bischof und Nils Leimkühler gemeinsam mit David Rauer aus Osnabrück und Jonas Hohnke aus Wuppertal im Ladenlokal neben der „Le Feu“-Filiale am Marktring in Belm.

Das „Bespielen von Leerraum“ ist das Konzept der Künstler von Nartur: „Wir machen das ständig und hatten schon Ausstellungen in Berlin, Wuppertal, Münster und Osnabrück“, so Wiesnau, der das leere Geschäft entdeckte: „Die Idee zu der Ausstellung kam, als ich Eis essend davor stand und mir sehr gut eine Ausstellung darin vorstellen konnte.“ Noch am selben Abend habe er per Mail Kontakt mit der Gemeinde Belm aufgenommen, und gefragt, ob eine Zwischennutzung möglich sei. „Belm war sofort ganz offen“, freute sich Wiesnau, der selbst aus Belm kommt und dort inzwischen auch wieder wohnt.

Nach dem die Kunstgruppe die für die Ausstellung nötige Genehmigung bekommen hatten, renovierte sie die Räume ein wenig, damit sie als Ausstellungsraum nutzbar waren. Nun zeigen die Künstler, die bereits seit zehn Jahren zusammenarbeiten und zum Teil zusammen in Münster an der Kunstakademie Malerei studiert haben dort unter anderem Gemälde, Medienkunst, Keramik und Installationen auf zwei Etagen. „Die Ausstellung war so noch nicht zu sehen. Wir zeigen aktuelle Arbeiten, die wir in dieser Zusammenstellung noch nicht ausgestellt haben“, so Wiesnau.

Die Idee kam beim Eisessen

Inzwischen hat es sich auch herumgesprochen, dass die kleine Galerie stets freitags parallel zum Kultursommer geöffnet hat. Besonders, wenn es draußen langsam dunkel wird, fällt die Ausstellung der jungen Künstler ins Auge. Sie erklären auch gerne ihre Arbeiten: Die Gemälde sind mehrheitlich in Sprühtechnik und teilweise auch als Gemeinschaftsarbeiten entstanden. Ein besonderer Hingucker im Eingang sind Keramik Skulpturen „Candy for Land“ von David Rauer, die an das fröhlich bunte Design der Mailänder Gruppe Memphis in den 80ziger Jahren erinnern. Im Keller, in dem vor allem Medienkunst zu sehen ist, überrascht die mobile Skulptur, deren Lichtinstallation sich unter der Decke spiegelt.


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