Kindern in Kenia helfen Belmer unterstützt Projekt des Bad Iburger Gymnasiums in Afrika

Das Gymnasium Bad Iburg hilft seit zwei Jahren Kindern in Kenia. Vor Ort dabei ist auch der Belmer Christian Hempen (Mitte). Foto: privatDas Gymnasium Bad Iburg hilft seit zwei Jahren Kindern in Kenia. Vor Ort dabei ist auch der Belmer Christian Hempen (Mitte). Foto: privat

Belm. Aktuelle Nachrichten brachte der Belmer Christian Hempen jetzt aus Kenia mit: Die seit zwei Jahren vom Bad Iburger Gymnasium mitfinanzierte Hilfe zeigt in dem afrikanischem Land Wirkung.

Selbst Kennedy Gitari hat gestaunt, berichtet Hempen: Im Vergleich zu den Untersuchungen vor zwei Jahren hatte sich der Gesundheitszustand der Schüler erheblich verbessert, stellte der Arzt fest. Ernsthafte Krankheiten wie Magen-Darm-Entzündungen, Hirnhautentzündungen und Harnwegerkrankungen sind kaum noch anzutreffen. Dass es eine Verbindung zwischen dem Rückgang von Infektionen und der damals begonnenen Verbesserung der Ernährungslage gibt, liegt für Christian Hempen auf der Hand. „Die Schüler bekommen seitdem fünf warme Mahlzeiten in der Woche“, erklärt der Belmer.

Er ist Vorstandsmitglied im privaten Verein Furaha Phönix. Diese Hilfsinitiative baute in den vergangenen Monaten im kenianischen Mombasa ein Kinderhaus für Jungen auf, die Waisen sind.

Eher zufällig lernte er vor zwei Jahren die Schule „Rescue Foundation Center“ (RFC) in einem Vorort von Mombasa kennen. Zwar haben in Kenia mittlerweile alle Kinder ein Recht auf Bildung. Aber eine Chancengleichheit besteht nicht, wie Hempen erfuhr. „Trotz freier Bildung erheben manche Lehrer Gebühren.“ Das führt dazu, dass erwerbslose Eltern ihre Kinder nicht zur Schule schickten. „Sie betrachten das eingesparte Geld als Beitrag der Kinder zum Lebensunterhalt der Familie, auf den man nicht zu verzichten glauben kann“, erklärt Hempen. Das RFC arbeite dagegen an und nehme die Kinder auf, die aus finanzschwachen Haushalten stammen.

Die Situation beeindruckte Hempen. Umso mehr als die Schüler zwar nun Bildung erfuhren, viele aber nicht gesund waren. Er vereinbarte mit RFC-Schulleiter Michael Deche, dass künftig jeder Schüler eine warme Mahlzeit am Tag bekäme. „Die Grundausstattung aus einem großen Kochtopf und mehreren Säcken Mais und Bohnen plus Öl übernahm der Verein“, schildert Hempen. Um eine dauerhafte Ernährung sicherzustellen, braucht es gut 200 Euro pro Monat, rechnete er aus.

Wieder zu Hause in Belm, konnte er über Lehrer Fritz Wellmann Kontakte zum Iburger Gymnasium knüpfen. Hempen präsentierte den Schülern die Situation vor Ort. Daraufhin übernahmen die Gymnasiasten die Aufgabe, die Mahlzeiten ihrer kenianischen Mitschüler in Mtwapa bei Mombasa zu finanzieren. „Das geschieht über Kuchenverkauf und Tombolas“, so Hempen. Auch für das kommende Jahr seien die Mahlzeiten für die RFC-Schüler bereits gesichert. Flankiert würde die Hilfe weiterhin von medizinischen Checks.


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