Umwandlung in Bauland Belm schafft sieben Spielplätze ab

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stk/sdo Belm. Nach langen Diskussionen hat der Belmer Rat in diesem Jahr die Schließung einiger Spielplätze beschlossen, die meisten Plätze wurden mittlerweile abgeräumt. Aus vielen Flächen soll Bauland werden, bestehende Spielplätze werden aufgewertet. Ein Überblick.

Von insgesamt sieben Spielplätzen hat sich die Gemeinde Belm in diesem Jahr getrennt. Die Belmer CDU fordert, dass die stillgelegten Spielplätze, die sich im Gemeindebesitz befinden, so schnell wie möglich als Bauland verkauft werden sollen. Vor allem die ehemaligen Spielplätze Placken Ellern I, Brunnenplatz Vehrte, Wichernstraße/Brunnenweg/Am Westerteich, Karl-Arnold-Weg/Konrad-Adenauer-Straße und Erich-Ollenhauer-Straße seien geeignet, zügig in Bauland umgewandelt zu werden. Um auf diesen Flächen Bauland entwickeln zu können, müssten zunächst und möglichst zügig die Bebauungspläne geändert werden. „Die Vermarktung dieser Grundstücke sollte noch im Haushalt 2015 wirksam werden“, schrieb die CDU-Fraktion schon im Spätsommer in einem Antrag.

Eine konkrete Planung existiert bislang nur für den Brunnenplatz in Vehrte. „Es gibt einen Investor, der dort behindertengerechtes Wohnen realisieren will“, sagt Thomas Meyring, Belms Fachbereichsleiter für Planen, Bauen, Wirtschaft und Umwelt.

Dass die Verwaltung fest davon ausgeht, im kommenden Jahr noch weitere stillgelegte Spielplätze als Bauland zu verkaufen, zeigt der Gemeindehaushalt für 2015. Darin ist eine geplante Einnahme von 150000 Euro verzeichnet – diese Summe will Belm mit dem Baulandverkauf verdienen.

Die Hälfte der Einnahme, also 75000 Euro, soll sofort in die Aufwertung der bestehenden Spielplätze investiert werden. „Bislang haben wir dafür jährlich nur 10000 Euro ausgegeben“, sagt Belms Kämmerer Marcus Hensing. In einem ersten Schritt unterstützt die Gemeinde im kommenden Jahr die Umwandlung des Schulhofs der Belmer Grundschule in einen naturnahen Pausenhof mit 9000 Euro. „Das Ganze wird auch ein für alle zugänglicher, öffentlicher Spielplatz“, sagt Marcus Hensing.

Im Belmer Schulausschuss soll dann im kommenden Jahr ein Konzept erstellt werden, das festlegt, in welcher Reihenfolge und wie genau die bestehenden Spielplätze aufgewertet werden. Klar ist, dass die abgeräumten Spielgeräte kaum zur weiteren Nutzung auf anderen Plätzen taugen. „Vielleicht kann die eine oder andere Rutsche an einem anderen Ort eingesetzt werden, aber gerade viele der Geräte mit Holz waren schon eher abgängig“, sagt Hensing.

In ihrem Antrag zur Umwandlung von Spielplätzen in Bauland hatte die CDU-Fraktion auch gefordert, die Schaffung weiterer Baulandflächen, zum Beispiel östlich von Up de Heede und südlich von Icker, zu forcieren. In der letzten öffentlichen Bauausschuss-Sitzung dieses Jahres wollte Berthold Uphoff (CDU) von der Gemeindeverwaltung wissen, wie da der aktuelle Stand ist. „Östlich Up de Heede sind wir in den Vorbereitungen“, sagte Bürgermeister Viktor Hermeler (parteilos). „Wir versuchen, mit einem Partner Kontakt zu den Grundstückseigentümern aufzunehmen.“ Konkreter wollte er nicht werden. „Ob das so förderlich ist, diese Fragen in der Öffentlichkeit zu beantworten, bezweifle ich.“ Damit die Gemeinde handeln kann, muss sie Zugriff auf die Flächen haben, die meist Landwirten gehören. Eine Ausweisung weiterer Bauflächen in Icker hake daran, dass die Kommune keine Ausgleichsflächen anbieten könne, so Hermeler. Und bei allen übrigen Flächen, die als Baugebiete geeignet wären, „sind wir noch nicht so weit.“


Diese Spielplätze sind Vergangenheit: Im Ortsteil Vehrte wurden die Plätze am Süntelring und an der Ecke Weidenstraße/Vehrter Kirchweg aufgegeben. In Belm sind es die Spielplätze an der Erich-Ollenhauer-Straße, an der Ecke Karl-Arnold-Weg/Konrad-Adenauer-Straße und an der Ecke Wichernstraße/Brunnenweg/Am Westerteich. In der Straße Placken Ellern schließlich, wo die Gemeinde bislang drei Spielplätze betrieben hat, wurden zwei von ihnen aufgegeben. Die Fläche von einem der beiden Plätze war allerdings kein Eigentum der Gemeinde und wurde deshalb nun den Anwohnern zurückgegeben.

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